LaRouche-Jugendbewegung stellt Prinz-Philip-Kult bloß
20. Juni 2009 •

Bei einer Konferenz in Essen diskutierten die Klimawandel-Apostel über die „Schwierigkeit", die „in den nächsten zehn Jahren notwendigen Maßnahmen" gegen den Klimawandel mit demokratischen Mitteln durchzusetzen. 

* * * 

„Was wir von den Wissenschaftlern brauchen, sind Schätzungen, die mit ausreichender Vorsicht und Plausibilität vorgestellt werden... und uns erlauben, ein System künstlicher Warnungen aufzubauen, die dem Instinkt von Tieren entsprechen, die vor dem Hurrikan fliehen..."

Diese Worte sagte die Anthropologin Margaret Mead 1975 bei einer Klimakonferenz im US-Bundesstaat Nord-Carolina. 44 Jahre später, am Geburtstag Prinz Philips von Windsor, hätten sie als Einführung in eine dreitägige Konferenz in Essen zum Thema „Die große Transformation - Klimawandel als Kulturwandel" dienen können. Diese Konferenz, organisiert vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), war ein regelrechtes Seminar für psychologische Kriegführung, das darauf abzielte, „die Wahrnehmung der Realität durch die Menschen zu ändern", bevor es angeblich „zu spät ist". Das Motiv: Der Planet könne nicht weitere zehn Jahre tatenlos vergehen lassen, und deshalb brauche die Gesellschaft eine große kulturelle Transformation, ein Projekt, das die Massen so mobilisiere wie Apollo 11 - nur diesmal gegen den Fortschritt.

Wahrlich keine kleine Aufgabe... Konsequenterweise behandelte die vierte Sitzung der Konferenz - „Wie die Demokratie die notwendigen Änderungen bewältigen kann" - die Lösung dieses besonderen Problems, indem man über die Ineffizienz demokratischer Regierungen debattierte und direkt die Frage stellte, ob „autoritäre Regime möglicherweise besser in der Lage sein könnten, die notwendigen Maßnahmen durchzusetzen?"

Schockiert oder überrascht Sie das? Warum? Wie die BüSo schon seit Jahren dokumentiert hat, ging es bei der grünen Politik und ihrem Trojanischen Pferd, dem „Klimawandel", niemals darum, einen Planeten zu schaffen, auf dem man besser leben könnte, sondern, wie Prinz Philip selbst mehrfach betonte, darum, die Weltbevölkerung von 6,7 Milliarden Menschen auf etwa zwei Milliarden zu reduzieren. Diese Politik kommt von der alten europäischen Oligarchie, die ihr Zentrum in London hat und überzeugt ist, daß der Mensch bloß eine besondere Art von Vieh ist und auch so behandelt werden sollte. Zwei Mitglieder der LaRouche-Jugendbewegung aus Essen intervenierten in diese Konferenz, um den wahren Charakter der grünen Propaganda für alle sichtbar zu machen.

Welche „große Transformation"?

Als wir die Essener Philharmonie betraten, konnten wir der Begrüßung nicht ausweichen und erhielten ein Flugblatt, in dem die grüne Politik als „britisch orchestrierter Völkermord" verurteilt wurde. Es dokumentierte die jüngsten Erklärungen eines führenden britischen Wissenschaftlers und Gegners des Klimawandels, Lord Monckton, der darauf hinwies, daß das eigentliche Ziel der Propagandisten des Klimawandels die nationale Souveränität ist. Alle bekamen dieses Flugblatt, einschließlich der Redner, die das Flugblatt nervös hin und her reichten und offensichtlich darüber mit ihren Kollegen diskutierten. Nach zwei Tagen mühsamer Vorbereitung des Publikums hatten sie wohl gedacht, auch diese letzte Sitzung werde ohne allzugroße Spannungen vorübergehen, und nicht damit gerechnet, daß ein neues Element in der Gleichung die Regeln ändern und die weitgehend zum Schweigen gebrachte Revolte in die Öffentlichkeit durchbrechen würde.

Die erste Sitzung, eingeführt von Prof. Harald Welzer, einem führenden Psychologen am KWI, setzte den Ton. Ihm folgte Prof. Andreas Ernst, der stellv. Exekutivdirektor des Zentrums für die Erforschung von Umweltsystemen an der Universität Kassel. Sie meinten, das eigentliche Problem mit den Menschen sei, daß sie zwar das „Wissen" (d.h. die Propaganda der Massenmedien) haben, aber nicht dementsprechend handeln, was sie offenbar störte. Sie zeichneten ein kaltes Bild des menschlichen Verhaltens in verschiedenen Situationen und schlossen daraus, daß es so eine Reaktion „vom Wissen zum Handeln" in der menschlichen Gesellschaft nicht gebe. Deshalb müssen man „vom Handeln zum Wissen" gelangen...

Die erste Frage, die von einem Physiker kam, richtete sich gegen die Inkompetenz von Prof. Welzer: „Was unterscheidet Sie von den pseudoreligiösen Gruppen, die Sie vorhin beschrieben haben?" Welzer, der später zu uns kam, um die Videoaufnahme, die wir von seiner Antwort gemacht hatten, zu löschen, antwortete sophistisch, die Daten seien lediglich eine Frage der Interpretation, und da die Konferenz davon ausgehe, daß die vom Menschen verursachte globale Erwärmung real sei, beschränke sich seine Rolle darauf, zu studieren, wie man die Lücke zwischen dem Wissen und dem Handeln schließen könne. Auf die Frage von LYM-Mitglied Elodie, in der sie die mörderischen Wünsche von Prinz Philip als eigentliche Grundlage des Klimaschwindels verurteilte, bestätigte Ernst öffentlich, man brauche internationale Abkommen über Entvölkerung. Jonathan Porritt, ein hochrangiger Umweltberater des britischen Premierministers Gordon Brown, hatte erst vor wenigen Wochen gefordert, die britische Bevölkerung auf die Hälfte zu reduzieren. Und auch wenn Ernst sich weigerte, die Rolle der Verhaltensökonomen hinter den mörderischen Kürzungen im amerikanischen Gesundheitssektor zu kommentieren, nickte er selbstverständlich enthusiastisch, als sie in Bezug auf die „übermäßige Nutzung" der medizinischen Versorgung zitiert wurden, und nannte Cass Sunsteins Buch Nudge als Referenzwerk.

Inmitten dieser wachsenden Spannung beschrieb ein Schwede, der untersucht hatte, wie der Klimawandel in die schwedische Politik eingeführt wurde, das, was die Redner dieser Konferenz taten, als das gleiche, „was die schwedische Regierung in früheren Jahrzehnten tat, um eine ähnliche Angst zu erzeugen wie die vor der Kernkraft, um eine Transformation der Gesellschaft herbeizuführen. Sie sollten sich daran erinnern, daß die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften 1921 Studien über die unterschiedliche Schädelform der Menschen begann, mit der Idee, daß Frauen mit geringem Intelligenzquotienten sterilisiert und der Lebensstandard in Nordschweden reduziert werden sollte. Erst später kam das nach Deutschland. Diese Leute hatten die Vorstellung, die Weltbevölkerung auf zwei Milliarden zu reduzieren", worauf der Moderator antwortete: „Ich möchte dazu ermutigen, daß die nächsten Beiträge und Fragen keine anderen Themen ansprechen als die, um die es in dieser Sitzung geht."

Ein Klimatologe, der an der Produktion der deutschen Version des Films „Der große Schwindel der globalen Erwärmung" beteiligt war, erinnerte die Teilnehmer daran, daß rund 40% der deutschen Bevölkerung immer noch nicht an den „vom Menschen gemachten Klimawandel" glaube. KWI-Direktor Claus Leggewie, Mitglied des „Wissenschaftlichen Beirates zu globalen Umweltfragen" (WBGU), den die deutsche Regierung Ende 2008 geschaffen hat, warf dem Klimatologen vor, er betreibe politische Manipulation - bloß weil er die große Zahl der „Klimaskeptiker" erwähnt hatte.

Daraufhin intervenierte erneut der schon erwähnte Wissenschaftler und warf einem der Redner vor, er präsentiere irrationale Mythen, wenn er vor einem katastrophalen Anstieg des Meeresspiegels warne: „Der Anstieg des Meeresspiegels ist ein natürliches Phänomen, und wenn Sie über die Eiskappe sprechen, die eine Temperatur von -45° C hat, ist es völlig unwissenschaftlich und einfach idiotisch, so zu tun, als könnten einige Grade irgendeinen Unterschied ausmachen." Worauf  der arme Anthropologe antwortete: „Es tut mir leid, aber ich bin kein Wissenschaftler. Ich kann auf diese Frage nicht antworten." Und was ist mit dem gesunden Menschenverstand?

Und was ist mit der Demokratie?

Offenbar wirken die „künstlichen Warnungen" und die Katastrophenmeldungen der Medien nicht bei allen, und nicht schnell genug. Das war für die Redner der 4. Sitzung der Konferenz ein Beweis dafür, daß man die notwendige Politik in einem einfachen demokratischen Prozeß nicht durchsetzen kann. Man sagt uns, wenn die Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels nicht sofort umgesetzt würden, werde dies zum Tod von Millionen Menschen führen, und deshalb müsse man sofort handeln! Deshalb wurde die 4. Sitzung mit dem Titel „Wie kann die Demokratie mit dem Klimastreß umgehen?" im offiziellen Programm folgendermaßen eingeführt: „... Demokratische Regime sind auf das erforderliche Niveau von Beteiligung nicht gut vorbereitet: Können freie demokratische Gesellschaften mit den Wirkungen der schwerwiegenden Änderungen im globalen Klima umgehen, oder sind autoritäre Regime möglicherweise besser geeignet, um die notwendigen Maßnahmen durchzustzen?" (Hervorhebung hinzugefügt, d. Red.)

Leggewie fühlte natürlich, daß er das Publikum beruhigen und die Wirkung entkräften mußte, die die in dem am Eingang verteilten Flugblatt enthaltene Dokumentation hatte, und beeilte sich, zu beteuern, die Redner seien natürlich überzeugt, „daß wir mehr Demokratie brauchen, viel mehr", bevor die Vorträge überhaupt begonnen hatten.

Wer noch Zweifel hatte, daß britische Ideologen hinter dieser Kampagne stehen: Den ersten Vortrag hielt David Held, Co-Direktor des „Zentrums für das Studium globaler Regierungsführung" der London School of Economics, der seine Hörer durch eine völlig unverständliche Mischung von Fragen und Schlüssen, die sich alle widersprachen, in Verwirrung stürzte. Klar war jedoch seine Aussage: „Die demokratische Beteiligung hat sich als ineffizient erwiesen", es gehe um die „Quadratur des Kreises zwischen Beteiligung und Effizienz".

Nach seinem Vortrag herrschte betretenes Schweigen. Die erste Frage lautete dann auch: „Können Sie das erläutern?" Dann meldete sich BüSo-Mitglied Cedric zu Wort: „Ich denke, Herr Held, Sie haben alle hier im Raum verwirrt. Wenn Sie so sicher sind, daß die Demokratie der einzige Weg ist, warum haben Sie dann solche verdächtigen Fragen gestellt? Stehen Sie in der gleichen Tradition wie Margaret Thatcher, die erste Politikerin, die den Klimaschwindel aggressiv verbreitet hat, und in jüngerer Zeit ihre große Trauer über den Tod ihres großen Vorbildes Augusto Pinochet äußerte?"

Nachdem Herr Held eine Antwort verweigerte, griff sich Prof. Leggewie das Mikrophon und erklärte, man habe diese Diskussion über die Demokratie eröffnet, weil alle notwendigen Änderungen und Entscheidungen in den kommenden zehn Jahren getroffen werden müßten - eine Frist, die keine Demokratie einhalten könne. Trotz allen doppelzüngigen Geredes über „Demokratie" im Stile George W. Bushs wurde das Publikum nun mißtrauisch. Sogar ein „Umweltjournalist" ergriff das Wort, um seine Furcht vor einer Weltdiktatur zu äußern, während ein Wissenschaftler im privaten Gespräch völlig schockiert von der „Schönen Neuen Welt" des britischen Faschisten Aldous Huxley sprach.

Tony Blairs „Wandel, an den wir glauben müssen"

Fünd Tage zuvor hatten zwei der Hauptredner, Lord Antony Giddens - der Umwelt-Guru Tony Blairs, den dieser 2004 zum Lord vorgeschlagen hatte - und John Podesta - der Vorsitzende des Übergangsteams der Regierung Obama - an einer Klimakonferenz in London teilgenommen, wo der frühere britische Premierminister Tony Blair öffentlich eine Senkung der CO2-Emissionen um bis zu 90% gefordert hatte. Wie Lyndon LaRouche bemerkt hat, ist Blair, der Architekt des Irakkrieges und enger Berater von US-Präsident Obama, eine Marionette von Prinz Philip und dessen Traum, „als tödliches Virus wiedergeboren zu werden, um etwas zur Lösung des Problems der Überbevölkerung beizutragen". Wie jeder vernünftige Mensch erkennen müßte, würde eine solche Reduzierung der CO2-Emissionen zum Tod von Milliarden Menschen führen und damit die Wünsche der britischen Monarchie erfüllen, die schon jetzt die globalen Nahrungsmittelkartelle kontrolliert, die in den Territorien des Commonwealth verwurzelt sind und eine Politik verfolgen, die zur dramatischsten Hungerkrise der Geschichte geführt hat.

Eben jener Lord Giddens, der neue Mann des Klima-Show-Geschäfts, war in Essen der Star der Abschlußsitzung, an der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel „aus gesundheitlichen Gründen" nicht teilnehmen konnte. Die ganze Präsentation, die von Held geleitet wurde, erwies sich als ein in typisch britischer Manie orchestrierter Konflikt, in dem „post-westfälische" Konflikte als normale Konsequenz des angeblichen planetaren Klimawandels dargestellt wurden. Giddens sagte, man brauche „eine neue Mischung hartnäckigen geopolitischen Realismus' und postindustriellen Utopismus'", und prognostizierte einen Konflikt zwischen China und den USA (auf den er und seine fabianischen Kollegen hinarbeiten). Michael Werz von der Georgetown University sagte - es klang, als höre man Dick Cheney reden -, das „Abschmelzen der Arktis" vergrößere den Zugang zu Rußland auf dem Seeweg. In Nordafrika werde der Klimawandel Wasser noch knapper machen und die Menschen dazu treiben, sich auf den Weg nach Europa zu begeben, sodaß die territorialen Sicherheitsinteressen bis in die Sahara ausgeweitet würden, woraus er schloß, daß die Rolle des Militärs für die Zivilgesellschaft viel ernster genommen werden sollte.

Schließlich konzentrierte sich die Clique um Giddens, Held, Podesta, Leggewie, Urban Rid (der Sigmar Gabriel vertrat), den politischen Direktor des German Mashall Fund und früheren Leiter des Washingtoner Büros des Zeitung Die Zeit Thomas Kleine-Brockhoff und der Verwaltungsdirektor des Brookings-Instituts Bill Antholis, darauf, Barack Obama als den neuen Messias anzupreisen, der gerade noch rechtzeitig vor dem Weltuntergang gekommen sei. Obama sei ihre Hoffnung, da er auf den Klimawandel, an den sie alle glauben, reagieren könne, denn, wie Antholis sagte, wie in einem Wildwestfilm sei die EU in der grünen Energiepolitik heute „der Gute", und die USA „der Böse". Aber, so zitierte er den Verteidiger des Britischen Empire und Mussolini-Unterstützer Winston Churchill, „wir können immer damit rechnen, daß Amerika das richtige tut, wenn alle anderen Möglichkeiten erschöpft sind".

Podesta, der erst wenige Tage zuvor Tony Blair getroffen hatte, beschrieb seinen Plan, wie er die USA in die mörderische Falle der Klimawandel-Reformen hineinlocken will: Erstens müsse das Waxman-Markey-Gesetz für „grüne Energie" im Repräsentantenhaus verabschiedet werden, dann müßten die Verhandlungen über den Kopenhagener Klimagipfel beginnen, um dann den Senat (in dem es ansonsten nicht genug Stimmen dafür gebe) mit einem fait accompli konfrontieren zu können. In anderen Worten: Die USA sollen in die Falle gelockt werden, um sich selbst und die Welt insgesamt auf dem Altar des Britischen Empire zu opfern. Im kleineren Kreis mit Anthony Giddens und David Held räumte letzterer ein, in allen diesen Diskussionen gehe es letztendlich um Bevölkerungsreduktion, und China sei ein Beispiel rigoroser Kontrolle: „Hoffentlich wird die Weltregierung nicht direkt darüber entscheiden können, wieviele Kinder Sie haben dürfen, aber..."

Claus Leggewie beendete diesen Psychokriegs-Alptraum mit einem zynischen Unterton, der an Margaret Mead erinnerte: „Erstmals in der Geschichte der Menschheit versammeln sich Menschen und untersuchen etwas, was sie nicht sehen, riechen oder schmecken können, was sie derzeit nicht direkt betrifft. Die zu ziehende, ganz profane Parallele ist der Fokus auf die Zukunft nach dem Leben. Wir haben die Kirchen der Klimawandel-Religion mit unseren Predigern, wie wir sie hier gehört haben, und der Furcht vor dem Tag des Jüngsten Gerichts."

Im Februar erklärte Lyndon LaRouche dem Britischen Empire den Krieg, jenem Empire, dem sich Obama nach dem Londoner G20-Gipfel angeschlossen hat. Jetzt, wo es nichts mehr zu entschuldigen gibt, sind alle, die bereit sind, die Menschheit zu verteidigen, aufgerufen, sich dem Kampf für die kommenden Generationen anzuschließen, die eine Welt des Fortschritts und eine menschliche Kultur verdient haben, in der man leben kann.





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