Studiengruppe. Polina Kurtova von der
LaRouche-Jugendbewegung berichtet über ein Studienwochenende in Essen,
an dem sich die Teilnehmer mit Keplers Weltharmonik befaßten.
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Im Rahmen der Landtagswahlkampfs der BüSo in
Nordrhein-Westfalen für eine Re-Industrialisierung Deutschlands und die
Einführung eines Glass-Steagall-Standards als Voraussetzung dafür, daß
die
Menschheit ihr Recht auf das Streben nach Glückseligkeit wahrnehmen
kann, hat
die LaRouche-Jugendbewegung ein Wochenende dem Studium der Weltharmonik
Johannes Keplers gewidmet.
Nun, ganz praktisch betrachtet, haben wir noch
Tausende von
Unterschriften zu sammeln für die Aufstellung der Kandidaten, Hunderte
von
Menschen für die kommende Konferenz zu mobilisieren und jede Menge Geld
für die
Kampagne aufzutreiben. Warum also seine Zeit damit verschwenden, die
Werke
eines Protestanten aus dem Mittelalter zu studieren? Gibt es denn nichts
wichtigeres zu tun?
Wie allen fleißigen Lesern der Neuen Solidarität
bekannt ist, ist und war die Entwicklung der Nationen abhängig von der
potentiellen, relativen Bevölkerungsdichte und speziell der
Steigerungsrate
dieser potentiellen, relativen Bevölkerungsdichte. Diese Steigerung ist
nur
durch wissenschaftliche Entdeckungen möglich, quasi durch die
Erweiterung
unseres Verständnisses des Alls, in dem wir leben, und die Anwendung
dieses
Verständnisses in allen Bereichen des Lebens.
Warum sind die Entdeckungen Keplers für die Rettung
der
Menschheit unabdingbar? Man sehe z.B. Haiti, ein Land, in dem durch das
Erdbeben
und die bevorstehende Regenzeit eine Million Menschen in Lebensgefahr
sind, in
dem Menschen zwischen Exkrementen leben und schlafen müssen, und man
sehe einen
Präsidenten, Barack Obama, eine Kanzlerin, Angela Merkel, die Billionen
für die
Banken und den Afghanistaneinsatz ausgeben, aber nicht bereit sind, den
Menschen in Haiti durch eine staatliche organisierte Evakuierungsaktion
zu
helfen.
Um die jetzige Realität zu begreifen und zu
durchschauen,
folge man den Lehren von Keplers Weltharmonik. Die Vortragsreihe
und die
Workshops gingen von Freitagabend bis Sonntagabend. Am Samstagnachmittag
wurde
das vierte Buch der Weltharmonik vorgestellt von Katarzyna
Kruczkowky,
Nilofar Bahadorvand Shehni, David Faku, Benjamin Lyllof und Xenia
Biereichelt.
Der Mensch ist ein Ebenbild Gottes. Jeder Mensch
hat die
Fähigkeit, durch den ihm innewohnenden „Götterfunken“ die relative
potentielle
Bevölkerungsdichte zu steigern. Kepler nimmt in diesem Buch Aristoteles
auseinander, der wider besseren Wissens behauptete, die menschliche
Seele sei
eine „tabula rasa“, eine unbeschriebene Tafel, und er unterstützt die
Lehren
Platos, vor allem die Lehre von der „Wiedererinnerung“. Die
Wiedererinnerungslehre besagt, daß jeder Mensch alles Wissen dieser Welt
in
sich eingeprägt hat und sich nur wieder daran erinnern muß. Man kann
diese
Aussage anhand synthetischer Geometrie (1. Buch der Weltharmonik)
oder
anhand von Musik beweisen, wozu jeder eingeladen ist, es selbst zu tun.
Jenny Häse und Madeleine Fellauer stellten diesen
Beweis am
Freitag anhand der Musik experimentell dar. Es gibt sieben harmonische
Intervalle oder Teilungen zwischen zwei gleich gespannten Saiten.
Faszinierenderweise empfinden ausnahmslos alle Menschen dieselben
Intervalle
als harmonisch oder wohlklingend. Das kann man selbst an einem Monochord
oder
zur Not an einer Geige ausprobieren.
Kepler baut in seinem 3. Buch aus den sieben
harmonischen
Intervallen die moderne Tonleiter auf und findet die Ursache für die
vorher
schon in der Praxis angewandten Tonarten, das Paradox des sogenannten Pythagoräischen
Kommas. Das Paradox des Kommas ähnelt sehr dem Konzept der
physikalischen Kurven, denn es macht uns klarer, daß wir in der
schönsten aller
möglichen Welten leben - was auch Keplers Überzeugung war. Das 3. Buch
wurde von
Hans-Frederick Ross Nielsen, Polina Kurtova, Portia Tarumbwa-Strid und
Leona
Meyer vorgestellt.
Das 5. Buch, in dem Johannes Kepler seine
astronomischen
Entdeckungen und seine Untersuchungen der Harmonien zusammenbringt und
beweist,
daß sich die Geschwindigkeiten der Planeten an ihren Extrempunkten
harmonisch
zu einander verhalten, wurde von Andreas Persson und Stephan Hochstein
vorgestellt.
Diese Harmonie, oder das Urbild, wie es Kepler
beschreibt,
ist im Menschen verankert, d.h. quasi im Geiste des Menschen eingeboren.
Es
wurde von Gott in die Menschen übertragen. Somit besitzt jeder Mensch
die
Fähigkeit, unabhängig von dem, was er mit seinen Sinnesorganen aufnimmt,
diese
Harmonie zu entdecken und kreativ und problemlösend zu denken.
Dementsprechend
unterscheidet sich gerade hier der Mensch vom Tier, daß er nämlich
kreativ ist
und rationale Lösungen entwickeln kann - woran es aber leider zur Zeit
sehr
mangelt. Und genau aus diesem Grunde müssen wir uns mit den Konzepten
und
Lehren von Kepler auseinandersetzen, um in dieser Krise der Menschheit
nach den
guten und harmonischen Prinzipien in uns zu suchen und sie zu
praktizieren.
Das All, in dem wir leben, ist wissenschaftlich
nachweisbar
wunderschön und frohlockend. Und vor diesem Hintergrund muß man die
Verbrechen
gegen die Menschlichkeit sehen, die Barack Obamas und Angela Merkels
begehen.
Polina Kurtova
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Transkript von Zepp-LaRouche
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