Bundesärztekammer: Medizinische Entscheidungen am Lebensende nicht von wirtschaftlichen Erwägungen abhängig machen
27. Januar 2011 • 12:00 Uhr

Die Mitwirkung eines Arztes bei der Selbsttötung eines Patienten gehört „unverändert" weiterhin „nicht zum Kanon der ärztlichen Aufgaben". Das stellte der Vorstand der Bundesärztekammer am 21.1. bei ihrer Beratung über die „Grundsätze der Bundesärztekammer zur ärztlichen Sterbebegleitung" fest, über die mittlerweile eine Erklärung veröffentlicht wurde. Laut Ärzteblatt vom  25.1.  heißt es darin:

„Vielmehr ist und bleibt es Aufgabe des Arztes, unter Achtung des Selbstbestimmungsrechtes des Patienten Leben zu erhalten, Gesundheit zu schätzen und wiederherzustellen sowie Leiden zu lindern und Sterbenden bis zum Tod beizustehen." In Situationen, in denen sonst angemessene Diagnostik und Therapieverfahren nicht mehr angezeigt und Begrenzungen geboten seien, trete die palliativmedizinische Versorgung in den Vordergrund. Ausdrücklich heißt es in dem von der Bundesärztekammer veröffentlichten Statement, die Entscheidung hierzu dürfe "nicht von wirtschaftlichen Erwägungen abhängig gemacht werden".

Die Gremien der Bundesärztekammer, die sich mit der Neuordnung des Berufsrechtes befassen, sind nun aufgefordert, diese Grundsätze zu berücksichtigen.

Helfen Sie mit bei der "Operation: Nie wieder Euthanasie!"

VIDEOS ZUM THEMA

26. Januar 2011 •
12:57

Min

6. Januar 2011 •
17:39

Min

AKTUELLES ZUM THEMA

EMPFEHLUNGEN