8. Der Oasenplan
21. Oktober 2010

Weiter entlang der Landbrücke, in Südwestasien, einem Drehkreuz zwischen Eurasien und Afrika, werden die Auswirkungen des Vier-Mächte-Bündnisses das Leben der Menschen komplett verändern. Da das Britische Empire seine geopolitischen Manipulationen nicht länger betreiben kann, wird dem Konflikt in dieser Region die Nahrung entzogen. Der Dialog der Kulturen wird zur Grundlage der Diplomatie; das bedeutet das Ende der Globalisierung und Sarazzins Plagiat von Huntingtons "Kampf der Kulturen" verliert seinen Gegenstand.

HUSSEIN ASKARY: Der Oasenplan wurde führenden Politikern des Nahen Ostens, arabischen und israelischen Vertrertern, bereits Anfang der 1970er von Lyndon LaRouche als Grundlage für Frieden und wirtschaftliche Entwicklung präsentiert. Diese Idee würde nicht nur wirtschaftliche Entwicklung in die Länder dieser Region bringen, sondern auch - in diesem sehr empfindlichen Teil der strategischen Weltlage - Frieden.

Schaut man auf einer Satellitenaufnahme der Region, oder wenn man vom Flugzeug runter schaut, so sieht man eine extrem trockene Wüstenregion. Vegetation und Bevölkerung sind an den Flüssen konzentriert. Seit der Antike, z.B. im Sumer oder im alten Ägypten, hängt das Überleben der Menschen hier von der Verwaltung und Aufrechterhaltung der Flüsse, wie den Tigris, Euphrat oder den Nil. Anderswo stützt sich die Landwirtschaft ja auf die Regenfälle und das Grundwasser. Die Zerstörung der Wasserverwaltungssysteme, wie Kanäle oder Staudämme, im Zusammenhang mit Dürreperioden, bedeutete den Tod für ganze Kulturen.

So kommen wir zu LaRouches Oasenplan. Auch wenn die politische Lage stabil und die Verteilung der Wasserressourcen gerecht und gleichmässig wäre, würden die natürlich vorhandenen Frischwassermengen der Flüsse dort nicht einmal die Hälfte des Weltdurchschnitts an Wasserversorgung hergeben. Wie lösen wir das? Anders als bei NAWAPA, PLHINO oder dem Transaqua-Projekt, gibt es keine anliegenden Regionen mit Frischwasser, das man nach Südwestasien umleiten könnte. Dafür sind diese Gebiete, wie auch Nordafrika, das unter demselben Problem leidet, von Meerwasser umgeben, nur ist das Meerwasser salzig und nicht zum Trinken oder für Bewässerung nutzbar.

Da wird die intelligente Lösung LaRouches wichtig: es werden viele kleinere Hochtemperatur-Kernreaktoren, die in den USA, Europa, Russland und Asien hergestellt werden könnten, entlang der Küsten des arabischen Golfs, des Mittelmeers, der arabischen und roten Meere, sowie des Atlantik aufgebaut! Man würde dann das Salzwasser erhitzen und als Frischwasser kondensieren lassen. Man könnte so viel Frischwasser zur Begrünung der Wüsten bereitstellen, wie es in den Flüssen gibt.