Cheminade fordert Ende des organisierten Völkermords in Jemen
28. März 2017 • 13:23 Uhr

Am 25.3. fanden internationale Demonstrationen gegen den saudisch-amerikanisch-britischen Massenmord gegen die Bevölkerung des Jemen statt. In Paris verteilten Aktivisten von Jacques Cheminades Präsidentschaftskampagne eine Erklärung mit dem Titel: „Stoppt das Massensterben“. In der Erklärung, in der er vom "ersten organisierten Völkermord des 21. Jahrhunderts" spricht, greift er Hollandes Politik der ,strategischen Partnerschaft’ mit Saudi-Arabien massiv an und unterstützt die Forderung vieler NGOs nach einer sofortigen Feuerpause, um Hilfslieferungen zu ermöglichen. " Wenn Frankreich, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten der von Saudi-Arabien angeführten internationalen Koalition, die gegen dieses Land wütet, weiter Waffen liefern, wird man die Toten vielleicht bald zu Millionen zählen.“

Cheminade zitiert die jüngsten Warnungen von sechs Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zu der drohenden Katastrophe und verurteilt die Blockade des Hafens von Hudaydah, die Nahrungsmittelhilfe verhindert, sowie die Bombenangriffe der Koalition auf Zivilisten, medizinische Einrichtungen und religiöse Stätten. Die Zahlen über die Hungersnot, Ausbreitung von Cholera sprechen eine brutale Sprache. Der Krieg müsse sofort beendet werden und die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt werden. Cheminade fordert dafür u.a. „die Umsetzung einer Wasserstrategie, einen veritablen Krieg gegen den Durst“.