China will 2000 Experten für Fusionsforschung ausbilden
1. Juni 2011 • 12:09 Uhr

Um die Forschung und Entwicklung der Kernfusion im Magneteinschlußverfahren voranzubringen, plant die chinesische Regierung plant, 2000 Experten auszubilden, berichtete China Daily am 26. Mai. China betreibt sein eigenes Fusionsexperiment an der Hefei-Universität in der Anhui-Provinz und nimmt am internationalen ITER-Programm in Frankreich teil. Die chinesische Regierung will aber die chinesische Beteiligung an den ITER-Programmen ausweiten.

Wan Yuanxi, der Dekan der Schule für kerntechnische Wissenschaft und Technologie an der Universität für Wissenschaft und Technologie Chinas, erklärte gegenüber China Daily, bisher arbeiteten chinesische Forscher nur an elf von insgesamt 34 wissenschaftlichen Programmen von ITER mit. Das sei zuwenig. "Es bedeutet, daß wir an mehr als 60 Prozent der entscheidenden wissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Bereiche und des Managements nicht beteiligt sind."

„Wir müssen dringend ein System aufbauen, um Wissenschaftler landesweit in Universitäten und Instituten auszubilden", sagte Cao Jianlin, stellvertretender Minister für Wissenschaft und Technik. Er fügte hinzu, China versuche,  mehr qualifizierte Forscher an das ITER-Fusionsprojekt in Frankreich zu entsenden. Bisher hätten insgesamt 1254 Forscher an den Projekten der Magneteinschlußfusionsforschung in China mitgearbeitet.

Die chinesische Politik steht in krassem Gegensatz zur zerstörerischen Politik der EU-Kommission, die kürzlich die EU-Mittel für ITER massiv gekürzt und Druck auf Deutschland ausgeübt hat, dasselbe mit der Kernfusionsforschung in Greifswald zu tun.