Energiewende – einmal bekloppt, immer bekloppt?
21. April 2015

Vor genau einem Jahr hatte Minister Gabriel seinen hellen Moment, als er beim Besuch des Solarkomponenten Herstellers SMA am 17.4.2014 in Kassel folgendes sagte: „Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht.“ … „ Die Wahrheit ist, dass wir auf allen Feldern die Komplexität der Energiewende unterschätzt haben“, und „Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.“

Sieben Monate später sprach der Direktor der „Denk”fabrik „Agora Energiewende” Dr. Patrick Graichen ganz offen von einer „kollektiven Fehleinschätzung der Gutachterbranche” und wurde am 4.12.2014 mit folgenden Worten in „ Die Zeit” zitiert: „Wir haben uns geirrt bei der Energiewende. Nicht nur bei ein paar Details, sondern in einem zentralen Punkt. Die vielen neuen Windräder und Solaranlagen, die Deutschland baut, leisten nicht, was wir uns von ihnen versprochen haben. Wir hatten gehofft, dass sie die schmutzigen Kohlekraftwerke ersetzen würden, die schlimmste Quelle von Treibhausgasen. Aber das tun sie nicht.”

Seither ist die Rede vom sogenannten Energiewende-Paradox, von dem angeblich unvorhergesehenen Unglück, dass der nun seit vier Jahren auf Hochtouren laufende Energieumbau Deutschlands das Gegenteil von dem produzierte, was man eigentlich wollte.