Frankreichs und Deutschlands einzigartige Rolle für den Wiederaufbau Europas und der gesamten bankrotten transantlantischen Wirtschaft
11. April 2014 •

von Theo Genot

Mein Name ist Theo Lionel Genot. Ich bin Franzose und in Paris geboren, 33 Jahre alt, und ich kandidiere als BüSo-Kandidat für die Europawahl 2014. Ich möchte mich kurz vorstellen und Ihnen erklären, warum ich mich den Ansichten der BüSo und der internationalen LaRouche-Bewegung und keiner anderen Partei angeschlossen habe.

Die BüSo ist die einzige Partei, die eine positive Idee der Zukunft vermittelt. Wir sprechen bei dem Wahlkampf nicht über das, was wir in der Gegenwart haben, was wir besitzen oder besitzen sollen, sondern darüber, wie die Projekte für die Zukunft die Gegenwart ändern werden. Große Projekte brauchen 10, 30 oder sogar 50 Jahre, um fertig gebaut zu werden. Das heißt, wir bauen nicht für uns, sondern für die künftigen Generationen. So hat man auch nach dem zweiten Weltkrieg gedacht und unsere Generation profitiert noch heute davon.

Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das eine Vision von der Zukunft hat und dann durch beherztes Eigreifen in die Geschichte diese auch verwirklichen kann. Vor rund 23 Jahren schlug die BüSo als Antwort auf den Fall der Mauer vor, Europa und Asien durch den Ausbau einer "Neuen Seidenstraße" zu verbinden, und heute ist das die hoffnungsvolle Perspektive, die vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping für Zentralasien und darüber hinaus auf die Tagesordnung gesetzt worden ist. Deshalb besagt auch das Wahlplakat der Büso 2014: "Wir Deutschen können den dritten Weltkrieg stoppen! Die neue Seidenstraße, Berlin, Moskau, Peking." In naher Zukunft, werden wir uns die Seidestraße sogar dreidimensional vorstellen müssen, denn China wird bald auf dem Mond Helium 3, für die irdische Nutzung der Kernfusion, abbauen. Da werden unsere Handelswege sich ins All ausweiten!

Frankreichs und Deutschlands einzigartige Rolle für den Wiederaufbau Europas und der gesamten bankrotten transantlantischen Wirtschaft

Man hat sehr oft die Tendenz, Effekt und Ursache der Dinge zu verwechseln. So gibt es bei jedem Wahlkampf die schönen Versprechen aller Politiker für höhere Löhne mit weniger Arbeitsstunden, mehr Kitas, weniger Steuern usw., um nur einige zu erwähnen. Bei den Finanzexperten ist es so weit gekommen, daß sie jetzt glauben, das finanzielle Kapital sei das, was den Reichtum schafft - und die technologischen Entwicklungen, der Fortschritt, und die Erhöhung der Produktivität seien nur der Effekt des Geldes. Aber es ist in der Tat genau andersherum! Es ist der Erfindungsgeist vieler Ingenieure, Maschinbauer, Wissenschaftler und vor allem auch der Pioniergeist, neue Erfindungen als erste zu machen! Das ist es, was Deutschland den Wohlstand brachte!

Wir müssen deshalb die ganze Politik vom Kopf auf die Füsse stellen. In NRW brauchen wir dringend neue Infrastrukturen des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Es gibt verschiedene Zahlen darüber, wie viele Stunde der Deutsche durchnittlich im Stau verbringt. Die geringeren Zahlen sind 219 Tage unseres gesamten Lebens – und 70 Stunden pro Jahr. Ich denke aber, in NRW ist es sogar viel mehr! Warum soll man sich an so etwas gewöhnen, wenn es absolut einfache Alternativen gibt? Wie viel Stress, Ärger, oder Streit entsteht durch dieses Übel? Und andersherum: wieviel dieser Stunden könnte man bei seiner Familie verbringen oder nutzen, um etwas kreatives zu tun? Deshalb will ich den Pioniergeist für NRW wiederbeleben.

Wir sollten für Europa den Beweis erbringen, daß die Erfindung dess Cargocap in Bochum (das unterirdische Transport system, das einen großen Teil der LKW ersetzen kann) tatsächlich funktioniert. Dann werden andere Nationen uns rasch nachahmen wollen. Ebenso sollen wir auch die Magnetschwebebahn für große Strecken bauen und den Aérotrain, also den Luftkissenzug, eine Erfindung des französischen Ingenieurs Jean Bertin, für kleinere Strecken nutzen.

Frankreich und Deutschland müssen ebenfalls dringend an der Entwicklung der Kernfusion zusammenarbeiten, um den Prozeß zu beschleunigen. Es gibt in Südfrankreich schon den ITER, das internationale Kernfusionsfoschungsprojekt und man kann im kerntechnischen Bereich die noch vorhandenen Kompetenzen in Jülich und Umgebung, Aachen und dem Ruhrgebiet dazu nutzen, um eine Renaissance der Kerntechnik einzuleiten. Dabei geht es nicht nur um den Bau und die Entwicklung von hochmodernen und inhärent sicheren Kernkraftwerken, sondern auch um die Nutzbarmachung der Transmutation, zur Erzeugung von Brennstäben, in der Brütertechnologie und als Neutronenquelle sowie um den kommerziellen Einsatz der Kernfusion. Daher sehe ich NRW als Motor für Deutschland, Europa und die Welt, der dazu beitragen kann, die jetzige Krise zu überwinden, indem wir einen qualitativen Sprung nach vorn machen.

Damit schaffen wir auch Millionen Arbeitzplätze, die uns inspieren und auch für die Welt eine bessere Zukunft ermöglichen. Denn Schwellenländer wie China, das z.B. unter dem Problem des Smog gerade viel leidet, brauchen andere Wege, als die, die wir jetzt eingeschlagen haben.

Die Finanzierung dieser Projekte ist nicht das Problem, sondern es ist die Finanzoligarchie, die uns als Parasit die jetzige Politik diktieren will. Um die heutige Spekulations- und Blasenwirtschaft richtig zu verstehen, stelle man sich einen kleinen Chiwawa-Hund mit einer 50 Kilo grossen Zecke auf den Rücken vor. Das ist kein so angenehmes Bild, aber es stellt wirklich das Verhältnis zwischen der Realwirtschaft, dem Sozialsystem, also all dem, was den Menschen wirklich nutzt - und auf der anderen Seite der ungeheuerlichen und nutzlosen Kasinowirtschaft dar.

Deshalb müssen wir jetzt sorgfältig alle Finanzblasen entfernen und zwar mit der wiedereinführung eines echten Trennbankensystems, das die Geschäftsbanken schützt und schnell ein ordentliches Insolvenzverfahren der Banken durchführt. Franklin Roosevelt hat genau dies getan und damit de facto das Prinzip einer Nationalbank eingeführt, indem er neue Gesetze erliess, um die Industrie, vor allem kleine Unternehmer, und die Landwirtschaft mit Kredit zu fördern.

Zurück zu den wahren Gründervatern Europas und hin zu einer neuen Renaissance

Wenn ich an Europa denke, dann denke ich zuerst an die wahren Begründer des Nachkriegseuropas, Monnet, De Gaulle, Schuman, um nur einige Namen zu zitieren.

Präsident de Gaulle warnte vor vielen Gefahren, die mit einem falsch verstandenen Europa auf uns zukommen könnten. Er warnte vor etwas, was er den internationalen Aréopage nannte (unter Bezug auf den Kriegsgott Arés). Heute dürfen wir deshalb nicht weiterhin unsere Souveränität an die NATO abgeben, weil sie seit dem Kollaps der Sowjetunion auf die Osterweiterung ausgerichtet ist und mittlerweile wie ein Angriffsbündnis funktioniert. Wir müssen aber auch unsere Wirtschaftssouveränität wiedergewinnen, weil die Politik der EU keine Zukunft für Europa bietet.

De Gaulle als einer der wahren Gründer Europas hatte eine sehr klare Vorstellung darüber, wie die Zukunft der europäischen Nationen aussehen sollte. Er sagte am 14. Dezember 1965: "Wenn die europäischen Nationen nicht mehr gegeneinander kämpfen, sobald es keine Rivalität zwischen den europäischen Nationen gibt, und man sich keine Kriege mehr vorstellen kann, weder zwischen Frankreich und Italien, noch zwischen Frankreich und Italien oder Deutschland, Italien und Frankreich und England, dann muss sich die Solidarität durchsetzen. Und Europa ist, was die Solidarität organisieren wird."

Heute haben wir zwar keine Kriege in Europa mehr, aber die Solidarität mit den Südländer wie Italien, Spanien, Griechenland oder Zypern lässt zu wünschen übrig, um es milde auszudrücken. Sie hat sich in der Tat auf ungeheuere Weise verschlechtert. Wir dürfen keine Bevölkerung als faules Volk bezeichnen, wenn sie in der Wirklichkeit Opfer eines absichtlich zerstörischen Systems ist. Wir brauchen deshalb ein neues Wirtschaftswunder in ganz Europa, um aus der Spiralkurve von Austerität, Kürzungen und Rettung der Banken herauszukommen. Dazu müssen wir die EU, sowie sie heute ist, verlassen und die Europa behalten. De Gaulle sprach zu Recht von einem Europa der Vaterländer.

Wenn ich an Europa denke, muß ich auch an viele große Denker, Dichter, Komponisten und universelle Genies denken: Nikolaus von Kues, Leonardo da Vinci, Beethoven, Rabelais, Erasmus, Verdi, Furtwängler, um nur einige zu erwähnen. Denn Europa ist weder eine Neugliederung verschieden abgegrenzter Erd- oder Lebensräume, noch eine Anhäufung verschiedener Völker, die ihre besondere biologischen Eigenschaften haben. Nur Vertreter des Materialismus konnten sich Europa so vorstellen. Europa ist vor allem eine geistige Entwicklung, die seit tausend Jahren stattfindet. Die Wirtschaft ist im Grunde genommen der Effekt der Verbesserung der verschiedenen Kulturen.

Die Franzosen brauchen das Ideal von Friedliech Schiller wie nie zuvor, um sich von der Barbarei der französischen Revolution, ein für allemal geistig zu befreien und die sich längst verspätende Renaissance der Wissenschaft und der Kunst nun hervorzuruffen. Die Deutschen ihrerseits brauchen den Humor von Rabelais in Pantagruel und Gargantua, um sich vom Pessismus, von bürokratischen Ketten und Unterwürfigkeit ein für allemal zu lösen. Der gute Witz ist die beste Schleuder, um Golliath bzw. die heutige Oligachie zu beseitigen.

Zum schluß möchte ich hier den deutschen Dirigenten Furtwängler zitieren. Denn Musik ist eine hochentwickelte Sprache. Im Gegenteil zu Gedichten oder Dramen, die eine Übersetzung brauchen, kann kein schlechter Übersetzer hier die großen Musikwerke versäumen. Es ist eine universelle Sprache. Die Deutschen werden dank dieser hohen Kunst weltweit von Chinesen, Russen und vielen anderen hochgeschätzt und geliebt, egal wie die heutige politische Lage ist oder sein mag. Die Musik ist das, was mich persönlich nach Deutschland gezogen hat, und sie liegt mir sehr am Herzen. Hier ist was Furtwägler in Gespräch über die Musik gesagt hat:

    "Gewiß ist die Kunst und besonders die Musik, die wie kaum eine andere Kunst von den inneren Wirklichkeiten der Völker Kunde gibt, irgendwie national gebunden. Aber doch wohl in anderer Weise, als das die Politiker zu verstehen pflegen. In der Kunst geht es nicht um Absatzmärkte, um Doktrinen, um Demokratie, Kommunismus usw. Die Kunst spricht auch nicht von den Völkern die Machtpolitik treiben und erobern. Sie hat nicht zu tun mit Völkerhaß, wo, wie und aus welchem Grund immer es auftritt. Sie sagt nichts von der Politik einer Nation aus - die immer Tagespolitik ist - wohl aber von deren ewigen Wesen. Sie spricht nicht von der Nation wo sie haßt, sondern wo sie liebt. Sie spricht von den Menschen, wo sie "sie selbst" sind, arglos, vertrauend, schlicht, stolz, Teile einer glücklichen Menschheit, die alle umfaßt. So verschieden die europäischen Nationen auch sind - verschieden wie nur wirkliche Individualitäten sein mögen - , so bindet sie doch ein gemeinsames, unsichtbares, unterirdiches Band aneinander. In diesem Sinne kann man sogar gerade von der Musik, dieser "letzten" Kunst Europas, sagen, daß sie eine eminent politische Funktion habe. Sie, die scheinbar unrealste, scheint uns mehr als igendeine andere Kunst tiefster und gültigster Beweis dafür, daß "Europa" keine Wahnidee, keine Konstruktion müßiger Hirne ist. Nie wird der Deutsche dem Italiener offener, rückhaltloser entgegentreten, ihn tiefer erkennen, als in den Meisterwerken Rafael, Tizians, Verdi. Nie erscheint der Russe verständlicher und liebenswerter, als bei seinen großen Schriftstellen und Musikern. Und wo versteht sich der rätselhafte Deutsche selber besser, wo wird er von anderen Nationen mehr erkannt und - geliebt als in Bach und Beethoven, in Schubert und Mozart?"

Wir dürfen die einmalige Chance nicht verpassen, Helga Zepp LaRouche ins Europaparlament zu bringen. Wir können gewinnen und die führende Kraft werden für eine neue Friedensordnung im 21 Jahrhundert!