Helga Zepp-LaRouche: Die Seidenstraßen-Lady
14. Mai 2014 • 10:19 Uhr

Die von der heutigen chinesischen Regierung unter Präsident Xi Jinping verfolgte Politik der „Neuen Seidenstraße“ wurde Anfang der 1990er Jahre von Lyndon LaRouche, Helga Zepp-LaRouche und ihren Mitarbeitern als Konzept entwickelt und in zahllosen Publikationen und Veranstaltungen weltweit propagiert. Heute ist Helga Zepp-LaRouche in China als „Seidenstraßen-Lady“ bekannt. Die Bürgerrechtsbewegung Solidarität hat das Konzept der Eurasischen Entwicklung in Wahlkämpfen, Veranstaltungen und Publikationen in Deutschland als Alternative gegen die mörderische IWF-Schocktherapie, die Politik des bankrotten transatlantischen Finanzempire und der EU auf die Tagesordnung gesetzt.

Helga Zepp-LaRouche ist Vorsitzende und Spitzenkandidatin der BüSo für die Europawahlen. Im Unterschied zu den anderen Spitzenkandidaten dieser Wahl steht sie für eine Politik der Zusammenarbeit souveräner Nationen für Eurasische Entwicklung statt dem zerstörerischen Dogma der Finanzglobalisierung. Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem amerikanischen Ökonomen und Staatsmann, Lyndon LaRouche, kämpft sie seit mehr als 40 Jahren für die Verwirklichung einer neuen gerechten Weltwirtschaftsordnung, einer Politik des „Friedens durch Entwicklung“. 1984 gründete sie das internationale Schiller-Institut, dessen Präsidentin sie ist. In Vorträgen und Konferenzen in Osteuropa, Russland, Indien, den USA und Iberoamerika wurden das Konzept und die Entwicklungsprojekte der Weltlandbrücke bekannt gemacht.

Hier eine Auswahl wichtiger internationaler Aktivitäten für die „Neue Seidenstraße“ und die „Weltlandbrücke“:

August 1990: Das Schiller-Institut veröffentlicht noch vor der Wiedervereinigung Deutschlands ein Sofortprogramm für den wirtschaftlichen Aufbau Ost- und Westeuropas, das unter dem Stichwort „Produktives Dreieck Paris-Berlin-Wien“ bekannt wird. Es wird in alle osteuropäischen Sprachen übersetzt und auf zahllosen Konferenzen und Foren in vielen Ländern Europas vorgestellt und diskutiert.

November 1991: Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wird das Konzept des „Produktiven Dreiecks“ zur Idee der wirtschaftlichen Integration Eurasiens durch große Infrastrukturkorridore erweitert. In Berlin findet die internationale Konferenz „Das Produktive Dreieck: Mittelpunkt eines gesamteurasischen Infrastrukturprogramms und Lokomotive einer neuen, gerechten Weltwirtschaftsordnung“ statt.

März 1992: Parlamentarier und Vertreter verschiedener politischer Parteien aus Polen, der Ukraine, Ungarn, Deutschland, Italien und Frankreich kommen in Deutschland zu einer Arbeitstagung des Schiller-Instituts unter dem Thema „Frieden heißt Entwicklung. Die Notwendigkeit eines eurasischen Infrastruktur-Aufbauplans“ zusammen.

1993: Die erste Informationsschrift über das Schiller-Institut in chinesischer Sprache erscheint.

März 1995: In Duisburg findet die Konferenz „Eine moderne Seidenstraße als Brücke zum Weltfrieden“ statt. Hauptredner ist der frühere Präsident Ugandas, Godfrey Binaisa.

Mai 1996: Eine Delegation des Schiller-Instituts unter Leitung von Helga Zepp-LaRouche ist zu einem Internationalen Symposium über die „Wirtschaftliche Entwicklung der Regionen entlang der neuen Eurasischen Landbrücke“ in China eingeladen, an dem 400 Delegierte aus 34 Ländern und Vertreter von 13 internationalen Organisationen teilnehmen. Schon einmal - vor 25 Jahren, inmitten der Wirren und Schrecknisse der maoistischen Kulturrevolution - hatte Helga Zepp-LaRouche als erste westliche Journalistin das Reich der Mitte besucht. In einem persönlichen Reisebericht beschrieb sie ihre Eindrücke in China nach einem so langen Zeitraum: China nach 25 jahren: Optimismus und Entwicklungswille.

November 1996: Wesentliche Beiträge der Konferenz werden in der EIRNA-Studie „Die eurasische Landbrücke: Die ,neue Seidenstraße’ als Motor weltweiter wirtschaftlicher Entwicklung – Alternative zu Globalisierung und ,nachindustrieller’ Arbeitslosigkeit“ veröffentlicht.

September 1997: Helga Zepp-LaRouche zu Besuch in China und Indien
(PDF herunterladen)

Februar 1998: Die Nachrichtenagentur EIRNA veröffentlicht die Studie „Die Neue Seidenstraße – Der Aufbau Eurasiens und eine radikale Reform des Weltfinanzsystems als Schlüssel zu weltweitem Wirtschaftswachstum“. Artikel von Helga Zepp-LaRouche: Chinas Beitrag zur Weltgeschichte im 21. Jahrhundert (PDF), Chinas strategische Priorität: Aufbau der Nation (PDF)

Oktober 1998: Vom 27. Oktober bis zum 1. November 1998 ist Helga Zepp-LaRouche für das Schiller-Institut Ehrengast und Hauptrednerin eines sechstägigen „Reisesymposiums“ über die Eurasische Landbrücke, das nacheinander in vier chinesischen Städten abgehalten wird. Veranstalter sind die Chinesische Akademie der Sozialwissenschaften und die Provinzregierungen von Jiangsu und Hebei. Hauptrede: Die zweite Eurasische Landbrücke

November 1998: Am 14. November 1998 entsteht die Initiative „Frauen für die Seidenstraße“. Der Gründungsaufruf ist u.a. unterzeichnet von Helga Zepp-LaRouche; Livia Turco, Kabinettsministerin für soziale Solidarität, Rom, Italien; Amelia Boynton Robinson, Bürgerrechtlerin, USA; Prof. Dr. Natalja Witrenko, Wirtschaftswissenschaftlerin und Abgeordnete des Ukrainischen Parlaments.

Mai 1999: Am 26. Mai kommen in Paris 150 Politiker, Gewerkschafter, Akademiker, Diplomaten, Medienvertreter und Bürger zu einer Konferenz des Schiller-Instituts über „Die Eurasische Landbrücke für Frieden: Frankreich als Katalysator zwischen Ost und West“ zusammen.

September 2007: Die die Idee der „Eurasischen Landbrücke“ wird durch Verbindung zahlreicher Infrastrukturprojekte in aller Welt zum Konzept der „Weltlandbrücke“ erweitert. In Kiedrich findet eine internationale Konferenz des Schiller-Instituts in statt zum Thema: „Die Weltlandbrücke wird Realität – Der Wiederaufbau nach dem Finanzkrach“. Mehrere Reden beschäftigen sich mit Teilprojekten zur Weltlandbrücke, z.B. einer detaillierten Darstellung der Beringstraßen-Verbindung und einem Tunnelprojekt zwischen Sizilien und Tunesien.

Februar 2009: In Rüsselsheim findet eine internationale Konferenz des Instituts mit 320 Teilnehmern aus 34 Ländern statt. Im Zentrum stehen ein neuer LaRouche-Vorschlag zur Bildung einer Viermächte-Allianz von USA, Rußland, China und Indien zur Neugründung des Weltwirtschafts- und -währungssystems.

2010: Das Schiller-Institut erarbeitet eine Videodokumentation über die Projekte der „Weltlandbrücke“

November 2012: Helga Zepp-LaRouche initiiert die Konferenzreihe „Ein neue Paradigma für das Überleben der Zivilisation“, deren Ziel es ist, die derzeitige Ausrichtung der Weltpolitik auf eine geopolitische Konfrontation zwischen dem Westen einerseits und Rußland und China andererseits durch eine Kooperation im Interesse der gemeinsamen Ziele der Menschheit zu ersetzen.

Oktober 2013: Chinas Präsident Xi Jinping verkündet beim APEC-Gipfel seine Politik der „neuen Seidenstraße“ – die Schaffung eines Netzes von Verbindungen zur Unterstützung des Baus von „Wirtschaftskorridoren“ in verschiedenen Subregionen.

Februar 2014: Eine von Helga Zepp-LaRouche angeführte Delegation des Schiller-Instituts, besucht China. Frau Zepp-LaRouche war in ihrer Funktion als Präsidentin des internationalen Schiller-Instituts zu Vorträgen in mehr als einem Dutzend Denkfabriken und Universitätsinstituten eingeladen, über das Projekt der Neuen Seidenstraße zu referieren.