LPAC-Internetforum zur Kernfusion am 26.10.2013
24. Oktober 2013 • 11:18 Uhr

Benjamin Deniston von der wissenschaftlichen Forschungsgruppe des LaRouche-Aktionskomitees LPAC wird am Samstag, den 26. Oktober im Rahmen eines Internetforums mit dem Titel „Wie und warum eine neue, auf Kernfusion fußende Wirtschaft geschaffen werden muß“ zu einem in Mexiko City versammelten Publikum sprechen. Damit setzt er einen Dialog zwischen der LaRouche-Bewegung und mexikanischen Wissenschaftsinstitutionen fort, die mehr als 35 Jahre zurückreicht.

Schon am 3. März 1978 unterbreitete die von Lyndon LaRouche mitgegründete und inspirierte Fusion Energy Foundation (FEF) der mexikanischen Regierung von Präsident Lopez Portillo (1976 – 82) ein 24-seitiges Memorandum über „Nukleare Entwicklungspolitik“, dessen Zusammenfassung lautete:

    „Die Fusion Energy Foundation empfiehlt Mexiko die umgehende Ausweitung seines Nuklearenergieprogramms auf das Niveau seines Programms für die Entwicklung der Ölindustrie. Die von der FEF vorgeschlagenen Minimalziele sind 15 Leicht- und Schwerwasserreaktoren für die 1980er Jahre und 25-30 Reaktoren bis zum Jahr 1990. Brutreaktoren sollte es ab 1990 geben und Kernfusionsreaktoren ab dem Jahr 2000.

    Unter allgemeinen wirtschaftlichen Gesichtspunkten sieht die FEF vier Aspekte derartiger Nuklearentwicklung mit entscheidenden Vorteilen für Mexiko: Ausbildung der Arbeitskräfte, integrierte industrielle und landwirtschaftliche Planung, ein Anschub für die Zulieferindustrie und eine ‚hochtechnologische Umgebung’, die technischem Fortschritt in der gesamten Volkswirtschaft förderlich ist.

    Die auf 25-30 Mrd. Dollar geschätzten Kosten des Programms in der Zeit von 1978 – 1990 können im großen und ganzen durch Ölexporte finanziert werden. Diese Exporte können genau zu dem Grad gesteigert werden, bis die nukleare Entwicklung die Reduzierung und dann die völlige Beseitigung der Nutzung von Öl zur einheimischen Elektrizitätserzeugung ermöglicht.

    Wie kostspielig ein derartiges Programm auch sein mag, ist es für Mexiko doch die günstigste Option. Die Ausweitung von auf Ölverbrennung beruhenden Elektrizitätswerken anstelle von atomar betriebenen oder die Entwicklung von ‚sanften’ Techniken - solar, geothermal, Wind - ist teurer und bietet viel weniger Vorteile für die geamtwirtschaftliche Entwicklung.

    Unter technischen Gesichtspunkten verweist die FEF auf die Vorteile des Fortschreitens von der gegenwärtigen Kernspaltungstechnik zu Anreicherung, Wiederverwendung und Brut- sowie Kernfusionstechniken entsprechend des angegebenen Zeitplans. Auch sind die Aussichten für weitere fortgeschrittene Nuklearsysteme zusammenfassend dargestellt.“

Zwei Jahre später, auf einer Pressekonferenz während eines Staatsbesuchs in Kanada im Mai 1980, erklärte Präsident Lopez Portillo:

    „Im Rahmen des Nationalen Energieplans betrachten wir die Nutzung einiger auf Kernspaltung oder -fusion beruhender Prozesse als ernsthafteste Alternative zur Lösung des am Anfang des nächsten Jahrhunderts erwarteten Energieproblems für Mexiko und die Menschheit.“

Das Internetforum beginnt am Samstag, 26. Oktober um 18 Uhr MESZ (in den USA 12 Uhr EDT) und wird auf www.larouchepac.com direkt übertragen. Es gibt Simultanübersetzungen in Englisch und Spanisch.