Lyndon LaRouche über Bernankes Gelddruckerei: Die Menschheit ist zu kostbar, um sie für Spekulanten zu opfern!
15. Juli 2011 • 12:34 Uhr

Während Europa sich dem Diktat der Finanzmärkte beugt, sich in Schuldenpanik verstricken läßt und massive Sparpolitik zugunsten der Spekulanten durchsetzt, die Europäische Zentralbank schon längst selbst eine "Bad Bank" geworden ist, und die reale Wirtschaft der USA kollabiert, kündigte Ben Bernanke, Vorsitzender der Federal Reserve, am 13. Juli vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses eine neue Phase der Geldpumperei an, "Quantitative Easing III". Aber genau diese hyperinflationäre Politik wird dem System den Rest geben.

Lyndon LaRouche gab dazu gestern abend (14.7.) LPAC-TV ein [url:"http://www.larouchepac.com/node/18767]Interview: "QEIII and the fate of mankind" ("QEIII und das Schicksal der Menschheit"). In der Ankündigung heisst es: "Der jüngste Run auf italienische Staatsanleihen und die Herabstufung Griechenlands und Irlands signalisieren die letzten Tage des transatlantischen Finanzsystems. Das Problem ist, daß Feiglinge auf beiden Seiten des Atlantiks sich ködern lassen, um diese Lumpenkerle weiter zu retten, auf Kosten der Bevölkerung. Das muß sich ändern und zwar schnell. Die Menschheit ist dafür viel zu kostbar."

Bernanke setzte sich offenbar über die Mehrheit der regionalen Fed-Präsidenten hinweg, von denen laut Protokoll sehr wenige überhaupt bereit waren, eine neue Runde des "monetären Stimulus" zu befürworten. Kurz nach Bernankes Ankündigung sagte z.B. Richard Fisher, Fed-Präsident von Dallas: "Aus meiner Sicht haben wir unsere Munition erschöpft. Wenn wir die Bilanz der Fed von jetzt etwa 2.7 Billionen  auf mehr als 3 Bio. $ ausweiten, könnte das auf den Märkten Angst hervorrufen. Ich persönlich kann nicht sehen, welchen Nutzen weitere kurzfristige monetäre Kredite haben sollen, selbst wenn die Wirtschaftslage sich verschlechtert." Noch deutlicher war Thomas Hoenig, der scheidende Fed Präsident von Kansas-City. Er erklärte schon einen Tag vor Bernanke's Ankündigung: "Ein Teil unseres grundlegenden Problems weltweit und in den USA, ist daß der Kaiser keine Kleider anhat, aber keiner ist bereit, das zu sagen. Sie drucken Geld, drucken Geld und drucken Geld, aber sie schaffen keinen realen  Wert."

Am 29. Juni hatte die Fed der EZB sowie den schweizerischen, britischen, kanadischen und japanischen Zentralbanken unbegrenzte Kreditlinien für Währungsswaps eingeräumt. Am 6. Juli berichtete die Finanzseite "Zero hedge" auf der Grundlage von Material der Fed, daß anscheinend die ganzen 600 Mrd. $ des sogenannten Quantitative Easing II der Federal Reserve zwischen November 2010 bis Ene Juni 2011 an Banken des britisch-imperialen Inter-Alpha-Systems und großer europäischer Banken geflossen seien. Die Fed habe mit ihrer neuen Liquidität überwiegend US-Staatspapiere von Banken wie BNP Paribas, RBS, Barclays, Credit Suisse, Deutsche Bank, HSBC und UBS aufgekauft. "Zero Hedge" zog die Schlußfolgerung: "Der einzige Nutzniesser [des FED-QEII-Progamms] waren amerikanische Niederlassungen ausländischer Banken (die das Cashgeld dann umgehend an ihre Zentralen weiterleiteten)..."

Die amerikanischen Pressekommentare konzentrieren sich darauf, daß Bernanke mit der neuen Runde QEIII den Euro unterstützen wolle. In Wirklichkeit ist es der kriminelle und vergebliche Versuch, das gesamte bankrotte internationale Finanzsystem durch Hyperinflation zu retten, während gleichzeitig die Weltbevölkerung geopfert wird.  Die einzige Lösung - für die USA und für Europa - ist ein Konkursverfahren des bankrotten Systems nach den Prinzipien des Glass-Stagall-Trennbankenstandards, wie es LaRouche fordert, und die weltweite Ankurbelung der Realwirtschaft durch staatliche produktiver Kreditschöpfung. Und zwar jetzt, bevor Chaos ausbricht.