Lyndon LaRouche begrüßt Veröffentlichung des griechischen „Schuldenberichts“
18. Juni 2015 • 10:20 Uhr

Nachdem die „Wahrheits-Kommission“ des griechischen Parlaments soeben festgestellt hat, daß die gesamten Schulden Griechenlands gegenüber der Troika „illegitim und anrüchig“ seien, wies Lyndon LaRouche, Ökonom und Gründer des Executive Intelligence Review, auf „das Gesamtbild der Euroschulden“ hin.

„Man kann das Eurosystem nicht erhalten, es ist seinem Wesen nach bankrott“, sagte LaRouche. „Wenn man ein ,Schuldenabkommen‘ - egal welcher Art - auf dieses System stützt, so wird dieses Abkommen scheitern. Der Schwindel dessen, was die Banken der Wall Street und Londons als ,ihre Schulden-Werte’ bezeichnen, muß beseitigt werden, denn die Bevölkerung - und nicht nur die griechische - wird durch diese wertlosen Forderungen zugrundegerichtet. Streicht diese Forderungen!

Erlaßt den Nationen die Forderungen aus diesen Spekulationen, diesen ,Investitionen’ in Wettschulden, dann entsteht eine Chance zu internationaler wirtschaftlicher Entwicklung der europäischen Nationen und der Vereinigten Staaten.

Die Lösung ist eine internationale Politik der Glass-Steagall-Bankentrennung: Vereinbarungen zwischen den Nationen, die Glass-Steagall-Prinzipien umzusetzen.

Bei weitem am wichtigsten: Setzt das Glass-Steagall-Gesetz in den Vereinigten Staaten wieder in Kraft. Das ist der Motor dieser ganzen Bemühungen. Das ermöglicht die Ausgabe internationalen Kredits für Produktivität und Entwicklung.“

In einer Analyse, die er Ende Februar dieses Jahres veröffentlicht hatte, hatte LaRouche bereits darauf hingewiesen, daß die Gesamtheit der sogenannten „griechischen Schulden“, wie sie von den Euro-Institutionen und dem Weltwährungsfonds (IWF) genannt werden, ein gigantischer Schwindel seien, der aus massiven Transferzahlungen der europäischen Steuerzahler an bankrotte Megabanken bestehe.

Die Feststellungen des griechischen Parlamentsausschusses stützen diese Aussagen und schaffen eine solide Grundlage für die Position der griechischen Regierung. Sie werden auch viele andere Kräfte in anderen zu unrecht überschuldeten europäischen Ländern wie Irland, Spanien, Portugal und andere ermutigen.

Die Schulden-Wahrheits-Kommission stellt fest: „Alle Belege, die wir in diesem Bericht vorlegen, zeigen, daß Griechenland nicht in der Lage ist, diese Schulden zu bezahlen, aber diese Schulden auch gar nicht bezahlen sollte, vor allem, weil die Schulden, die aus den Troika-Arrangements hervorgegangen sind, einen direkten Verstoß gegen die fundamentalen Menschenrechte der Bewohner Griechenlands darstellen. Wir kommen daher zu dem Schluß, daß Griechenland diese Schulden nicht bezahlen sollte, weil sie illegal, illegitim und anrüchig sind.“

LaRouche äußerte sich auch zu der Kampagne der Kräfte um den deutschen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, Griechenland aus dem Eurosystem zu zwingen:

„Nochmals: das Euro-System ist bankrott“, sagte LaRouche. „Wenn Griechenland aussteigt und zur Drachme zurückkehrt, kann der Wechselkurs der Drachme deutlich ansteigen und die Probleme gelöst werden. Es ist nicht richtig, zu sagen, der Wert der Drachme müsse gegenüber dem Euro kollabieren.

Der Druck auf Griechenland kommt vom Bankensystem Londons und der Wall Street, und die Forderungen dieses Systems sind wertlos. Seine Spekulationen mit unbezahlbaren Schulden müssen beendet werden.

Der Euro wird aufgrund seines Bankrotts abstürzen, und der Wert der Drachme gegenüber dem Euro kann erhalten werden oder wird vielleicht sogar steigen.

Wiederum: Die entscheidende Maßnahme ist Glass-Steagall in den Vereinigten Staaten und seine Durchsetzung auch in den europäischen Ländern.

Damit können die Vereinigten Staaten und Europa nationale Kreditinstitutionen schaffen, die mit den neuen, internationalen Entwicklungsbanken der BRICS verbunden sind, und eine Welle des Kredits für produktive Beschäftigung ausgeben.

Das griechische Parlament hat der Zukunft also einen guten Dienst erwiesen, wenn wir jetzt die richtigen Schritte daraus ableiten“, schloß LaRouche.