Madeleine Fellauer, WK Leipzig I: "Houston, wir haben eine Lösung!"
6. September 2017 • 13:11 Uhr

Kandidatenerklärung von Madeleine Fellauer, Wahlkreis 152, Leipzig I

Houston: wir haben eine Lösung!

Houston/Texas ist die Partnerstadt von Leipzig. Wie bei den Elbehochwassern in Sachsen in Jahren 2002 und 2013 wird immer klarer: Es besteht enormer Handlungsbedarf. Weder der Klimawandel noch zu nah am Wasser gebaute Städte sind schuld an den Katastrophen, sondern kriminelles, menschliches Versagen. Denn im Gegensatz zum Mantra des untergehenden Paradigmas, welches von Medien und Politik ad nauseam wiederholt wird, kann der Mensch durch den kreativen Verstand die physikalischen Prinzipien des Universums verstehen; auch wenn er die Naturkräfte (noch) nicht verändern kann, kann er durch eben jenen Verstand geeignete Schutzeinrichtungen schaffen. Die menschlichen Verluste, und auch die wirtschaftlichen Schäden, die wiederholt in Städten in Sachsen und jetzt im Bereich Houston und anliegenden Regionen entstanden sind, hätten verhindert werden können. Man hätte Menschen, Häuser, Fabriken und Häfen durch moderne Hochwasserschutzinfrastruktur schützen können. Dies wurde durch kriminelle Vernachlässigung nicht getan, weil immer noch der Mammon, das Geld, wichtiger als die Menschen ist. Es werden Milliarden ausgegeben, um bankrotte Banken zu retten und imperiale Kriege zu führen, aber für die Modernisierung von Infrastruktur aus Zeiten des zweiten Weltkrieges oder des Kaiserreiches heißt es, es gäbe kein Geld und die Politik der Schwarzen Null wird knallhart durchgezogen. Im Fall von Texas hätte ein modernes Flutsystem nur 25 Mrd. $ gekostet. Diese Summe wurde als zu kostspielig betrachtet. Momentan geht man von mindestens 60 Toten und einem Schaden von 190 Mrd. $ aus.

Die Menschen in Deutschland, welche die Lage in den USA ein wenig verfolgen, wissen, in welch einem desolaten Zustand die Infrastruktur dort ist, aber in Deutschland gehen wir genau in die gleiche Richtung. So veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 27. August unter dem Titel „Kann Deutschland keine Gleise mehr bauen?“ eine Auflistung von 7 grenzübergreifenden Bahnprojekten in Zusammenarbeit mit Polen, Frankreich, Dänemark, Österreich und der Schweiz. Bei diesen Projekten haben die teilnehmenden Partnernationen ihren Vertragsanteil bereits erfüllt, aber Deutschland hinkt Jahrzehnte hinterher. Angebote der finanziellen Unterstützung seien nicht angenommen worden. Die Basler Zeitung kommentierte dazu, dass Deutschland ein Entwicklungsland geworden sei und man jetzt Entwicklungshilfe nach Deutschland schicken müsse. Der ADAC warnt schon lange vor baufälligen Brücken und der kommunale Rückstau an Investitionen beläuft sich auf mehrere Hundert Milliarden Euro.

In einer Erklärung des politischen Aktionskomitees von Lyndon LaRouche (LPAC)/USA forderte Lyndon LaRouche einen „sofortigen Gezeitenwandel“.

LaRouche bekräftigt, dass jetzt seine bekannten „Vier neuen wirtschaftlichen Gesetze zur Rettung der Nation“ verwirklicht werden müssen, damit Amerika sich vom Hurrikan Harvey erholen und zukünftige, ähnliche Katastrophen aufgrund verfallener Infrastruktur und Realwirtschaft verhindern kann. Diese sind:

1. die sofortige Wiedereinführung des von Präsident Franklin Roosevelt eingeführten Glass-Steagall-Gesetzes zur Bankentrennung, um die Macht der Wall Street zu brechen;

2. eine von oben gelenkte, präzise definierte Nationalbankpolitik mit Gründung von Kreditinstituten wie Roosevelts Reconstruction Finance Corporation und Hamiltons Nationalbank;

3. Schaffung staatlicher Kredite, um neue Infrastruktur auf dem neuesten Stand der Technik zu bauen, wie Hochgeschwindigkeitsbahnen, Kernreaktoren der vierten Generation und Kernfusion, Bauten für Sturm- und Hochwasserschutz, Dämme, Kanäle usw.

4. ein „Crashprogramm“ zur Entwicklung der Kernfusion und eine massive Ausweitung der Weltraumforschung der NASA als Motor für Produktivität und produktive Beschäftigung.

Jetzt ist es an der Zeit, mit China beim Ausbau modernster Infrastruktur im Rahmen der Seidenstraßeninitiative zusammen zu arbeiten. Seitdem Chinas Präsident Xi Jinping im Jahr 2013 die Seidenstraßeninitiative angekündigt hat, haben sich 110 Nationen mit China zur Win-Win-Kooperation zusammengeschlossen. Organisationen wie die Eurasische Wirtschaftsunion (EEC) und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) haben den Ausbau der Neuen Seidenstraße in ihre Arbeit integriert.

Die Seidenstraßeninitiative umfasst momentan 6 Hauptkorridore: A) die Eurasische Landbrücke, B) den zentralasiatischen Korridor, C) den südostasiatischen Korridor, D) den China – Indien Korridor, E) den China – Pakistan-Wirtschaftskorridor und F) den China – Mongolei – Rußland-Korridor. So wurde innerhalb kürzester Zeit eine atemberaubende Dynamik geschaffen, die den Menschen in den beteiligten Ländern zum ersten Mal eine Zukunftsperspektive aufweist, eine Zukunft ohne Armut und Neokolonialismus. Durch das globale Auftreten Chinas in der Armutsbekämpfung werden desweiteren zwei Projekte in Angriff genommen, für deren Verwirklichung Lyndon und Helga Zepp-LaRouche sich seit vielen Jahren eingesetzt haben. Zum einem das Transaqua-Projekt zur Wiederauffüllung des Tschadsee und der Ausbau des Kra-Kanals in Thailand.

Genau eine solche Art des „Grand Designs“ müssen sowohl die Amerikaner als auch die Europäer aufnehmen, wenn sie nicht gemeinsam mit den Banken in den Abgrund wandern wollen. Vorschläge gibt es genug und die BüSo und LPAC haben ausreichend Material zum Wiederaufbau der Volkswirtschaften publiziert. Aber gerade in Deutschland mangelt es an Menschen, die bereit sind, für eine Idee zu kämpfen. Die britische Ideologie hat sich heimlich in viel zu vielen Köpfen der Bevölkerung eingenistet. Dabei geht es nicht nur um Freihandel, sondern vielmehr um ein Menschenbild, bei dem jedes Mitglied der Gesellschaft auf seine niederen Instinkte reduziert wird. Dies spiegelt sich ganz besonders in der Verrohung der Kultur wieder. Es wurde eine Kultur geschaffen, die in den Menschen das Empfindungsvermögen gegen über Krieg, Leid und Armut abtöten soll. Während vor gar nicht allzu langer Zeit die Bevölkerung Leipzigs 1989 maßgeblich zum Fall der Mauer beigetragen hat und die Demonstrationen gegen den Irakkrieg 2003 und gegen die Einführung der Agenda 2010 in 2004 nationale Anerkennung fanden, scheinen heutzutage viel zu viele Menschen keinen Anteil mehr an den politischen und strategischen Weichenstellungen nehmen zu wollen.

Durch eine Renaissance der klassischen Kultur, deren Helden Bach, Clara und Robert Schumann, aber auch Felix Mendelssohn-Bartholdy und Friedrich Schiller Leipzig bis heute prägen, kann nicht nur Leipzig wieder zur „Heldenstadt“ werden, sondern einen nationalen und internationalen Beitrag zu einem Dialog der Kulturen leisten, einem Dialog, in dem die höchsten Ideale jeder Kultur hervorgehoben werden und zur gegenseitigen Bereicherung dienen.

Ein Anfang wäre z.B., dass der Leipziger Thomanerchor, ggf. in Zusammenarbeit mit der Houston Bach Society ein Benefizkonzert zum hochtechnologischen Wiederaufbau in Texas organisieren. Die universelle Qualität der klassischen Musik kann den Menschen helfen, ihre verlorengegangene Menschlichkeit wieder zu gewinnen und zusammen mit China und dem Rest der Menschheit ein dem Menschen würdiges Wirtschaftssystem zu schaffen.

„Das Land ruft zum Handeln, und das jetzt!“, sagte einst Präsident Franklin Roosevelt. Deshalb unterstützen Sie die BüSo am 24.09.207 mit Ihrer Stimme!