Oliver Stone fordert: Geheimdokumente über die amerikanische Rolle in der Ukrainekrise freigeben
8. Februar 2017 • 18:34 Uhr

„Wäre ich an Präsident Trumps Stelle, würde ich alle Informationen über die Ukraine und Syrien veröffentlichen, besonders aber über die Ukraine, weil das der Brennpunkt war, in dem dieser [neue] Kalte Krieg begonnen hat“, sagte der bekannte amerikanische Regisseur Oliver Stone in einem Interview mit dem russischen Fernsehsender Kanal Eins, das am vergangenen Sonntag in der Nachrichtensendung Vremja gesendet wurde.

Stone hatte bereits mit seiner Dokumentation „Ukraine on Fire“ im letzten Jahr die Darstellung des westlichen Establishments, Rußland sei für die Ukrainekrise verantwortlich, widerlegt. Wie das Nachrichtenportal Sputnik über das Interview berichtete, habe Stone erklärt, daß seine Landsleute keine Ahnung über den historischen Hintergrund der Ukrainekrise hätten. „Die Ukraine war eines der Hauptziele der CIA im Kalten Krieg, wobei die USA seit den späten 1940er Jahren Dissidenten und Freischärlergruppen heimlich Unterstützung zukommen ließ.“

Genausowenig wüßten die Amerikaner über die neuere Technik der Farbrevolutionen, die die Obama-Administration im Vorfeld des Maidan zur Anwendung brachte, indem sie verschiedenste NGOs in der Ukraine massiv finanzierte. Das Aufflammen der jüngsten Kämpfe in der Ostukraine wertete Stone als Versuch der Kiewer Regierung, Trump zu finanziellen und anderen Unterstützungsmaßnahmen zu bewegen.