Präsidentschaftskandidat O’Malley: „Glass-Steagall zuerst durchsetzen!“
24. Juli 2015 • 10:49 Uhr

In einer Pressekonferenz in Washington D.C. stellte der demokratische Präsidentschaftsbewerber, Martin O’Malley, gestern sein Wahlprogramm zu Finanzfragen vor:

„Zu aller erst müssen wir eine moderne Version des Glass-Steagall-Gesetzes durch den Kongreß bringen. Wir müssen die Drehtür zwischen Finanzaufsicht und Wall Street schließen, … wir dürfen keine Architekten der Deregulierung zu Postionen [in der Finanzaufsicht] verhelfen und müssen die Aufsichtsbehörden CFTC und SEC stärken.“ Wie schon in seinem vor kurzem veröffentlichten Weißbuch und seinem Brandbrief an die Finanzmagnaten der Wall Street betonte O’Malley, daß die Vergehen von Bankern nicht nur mit lapidaren Strafgeldern sondern auch mit Gefängnisstrafen geahndet werden müßten.

Gleich zu Anfang zitierte er den ehemaligen FED-Chef Paul Volcker, der vor kurzem warnte, daß die Gefahr eines Finanzkrachs heute genauso groß sei, wie vor acht Jahren. Deshalb, so O’Malley, habe die Verabschiedung der Glass-Steagall-Bankentrennung oberste Priorität.