Putin in China: Rußland unterstützt Bau der Neuen Seidenstraße!
21. Mai 2014 • 12:11 Uhr

Im letzten Herbst erklärte Präsident Xi Jinping das Konzept als Neue Seidenstraße zur offiziellen Politik der Chinesischen Volksrepublik. Bei seinem gegenwärtigen Besuch in China hat Präsident Putin jetzt auch offiziell Rußlands Unterstützung für das Projekt zugesagt. Seit Anfang der 1990er Jahre haben Vertreter der BüSo die Idee der Weltlandbrücke in Deutschland und international in Umlauf gebracht. Helga Zepp-LaRouche, Spitzenkandatin der BüSo bei den Europawahlen, ist in China als "Seidenstraßenlady" bekannt.

In einer gemeinsamen Erklärung vom 20.05.2014 unterstützte Wladimir Putin den von Xi Jinping vorangetriebenen Bau von wirtschaftlichen Entwicklungskorridoren entlang der Neuen Seidenstraße. Dort heißt es: „Rußland erkennt die enorme Bedeutung der chinesischen Initiative für den Bau des ‚Seidenstraßen-Wirtschaftsgürtels‘ und weiß die Bereitschaft der chinesischen Seite, die russischen Interessen bei dessen Entwicklung und Realisierung zu berücksichtigen, besonders zu schätzen. Beide Seiten suchen weiter nach Möglichkeiten, die Perspektive des Seidenstraßen-Wirtschaftsgürtels mit der Konzeption der Eurasischen Wirtschaftsunion zu verbinden. Zu diesem Zweck beabsichtigen sie, die Zusammenarbeit der relevanten Behörden bei der Realisierung beider Projekte zu vertiefen, insbesondere beim Ausbau von Verkehrswegen und Infrastruktur.“

Die Entwicklung der gesamteurasischen Verkehrsinfrastruktur ist nicht nur für diese beiden Länder und die angrenzenden zentralasiatischen Nationen von Bedeutung, sondern sie eröffnet auch für die Nationen Europas die Möglichkeit, die gegenwärtige geopolitische Konfrontationshaltung der NATO-Länder zu durchbrechen und so die gemeinsamen Interessen aller Nationen wieder als Bezugspunkt der Außenpolitik zu etablieren. Schon heute existieren mehrere Güterzuganbindungen von China über Rußland nach Europa, so u.a. die Verbindungen Chongqing-Duisburg und Chengdu-Lodz.

Putin betonte in seinen Ausführungen die Bedeutung der wachsenden Zusammenarbeit beider Länder sowohl im wirtschaftlichen als auch militärischen Bereich. Die verbesserte Zusammenarbeit schaffe ein Geflecht der Stabilität für den asiatisch-pazifischen Raum. Die Beziehungen der beiden Länder befänden sich gegenwärtig auf einem historischen Höchstand. Insgesamt wurden 46 Einzelabkommen unterzeichnet. Xi Jinping und Wladimir Putin nahmen außerdem gemeinsam an der Eröffnungszeremonie für die gegenwärtig stattfindenden chinesisch-russischen Seemanöver im Ostchinesischen Meer teil.