Russischer Verteidigungsminister: Die USA verweigerten Kooperation mit Rußland im Kampf gegen Terror
11. Januar 2017 • 21:26 Uhr

US-Verteidigungsminister Ashton Carter verstieg sich in einer seiner letzten TV-Auftritte vor dem Ende seiner Amtszeit in NBC Meet The Press am 8. Januar zu der Aussage, Rußland habe "praktisch nichts" gegen IS in Syrien getan und habe das Ende des Krieges erschwert.

Der russische Verteidigungsminister Sergej Shoigu kommentierte das am 10. Januar mit den Worten, er habe die Rede eines seiner Kolllegen in einem weit entfernten Land gehört. Dieser habe gesagt, Rußlands Beitrag im Kampf gegen Terrorismus in Syrien und der Region sei nahezu null. "Ich hätte seine Worten in gewisser Hinsicht zustimmen können, wenn a) dieser Kollege sich nicht das falsche Land herausgegriffen hätte und b) sein Kommentar präziser gewesen wäre."

Rußland, so Shoigu, habe sehr viel gegen den Terror getan, aber ohne die Kooperation der von den USA geführten Koalition. Diese habe nicht nur nichts ereicht, sondern die Dinge noch verschlimmert. Rußland habe sehr bedauert, daß es keine Unterstützung für die eigenen großen Anstrengungen gab.