Russland fordert USA, EU heraus: Macht die globalen Rauschgiftzentren dicht!
27. März 2014 • 11:53 Uhr

Am 25.3. veranstaltete der Vorsitzende der russischen Anti-Drogenbehörde FDCS, Viktor Iwanow, eine Konferenz in Moskau zum Thema „Dem Weltdrogenproblem entgegenwirken“. Dabei wurde deutlich, wie verantwortungslos die westlichen Sanktionen gegen Russland, der Ausschluß Russlands aus der G-8 und die Sabotage des Gipfeltreffens von Sotschi sind. Iwanow betonte, daß Russland „die globale Drogengefahr“ zu einem der Hauptthemen während der russischen G8-Präsidentschaft 2014 machen wollte. Die Konferenz in Moskau sollte ein Treffen auf Ministerebene für Sotschi vorbereiten.

Iwanow erinnerte daran, daß er schon letzten November beim CSTO-Treffen in Minsk die EU dafür kritisiert hatte, daß sie im Jahr 2010 den Vorschlag Russlands, die afghanische Drogenproduktion zu vernichten und stattdessen auf wirtschaftliche Entwicklung zu setzen, abgelehnt hatte. Er kündigte an, dieses Programm namens „Rainbow-2“ wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Beim globalen Kampf gegen Drogenhandel sei die internationale Zusammenarbeit entscheidend, aber die anderen G8-Mitglieder seien unzuverlässig geworden. „Die Erfahrung lehrt uns, dass wir uns vor allem auf die BRICS-Nationen Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika und anderen Nationen, in deren Nachbarländern Drogen produziert werden, verlassen müssen, statt die geheimen Entscheidungen der Militär- und Politbüros der NATO zu berücksichtigen.“

Er sagte, dass in den 14 Jahren seit Beginn der amerikanisch-geführten Operation „Enduring Freedom“ in Afghanistan über eine Million Menschen in Eurasien, darunter eine halbe Million Russen, an afghanischem Heroin gestorben seien. Laut Iwanow reflektiert die Auflösung der G8 „eine radikale Methode der USA und NATO, mit der sie der Verantwortung für die Vervierzigfachung der afghanischen Drogenproduktion seit Beginn der Besatzung dieses leidgeprüften Landes durch US- und NATO-Truppen im Jahr 2001 aus dem Weg gehen wollen.“

Wie schon in früheren Reden ging Iwanow auf die Rolle von Drogengeld bei der Rettung des Finanzsystems ein und nannte zwei Fälle namentlich: Wachovia Bank und HSBC, die wegen einer außergerichtlichen Abmachung mit dem amerikanischen Justizministerium allerdings nur Geldstrafen für ihre Beteiligung bei Drogengeldwäsche bezahlen mussten. Er zitierte die Anklage des früheren Anti-Drogenchefs der UN, Antonio Maria Costa, aus dem Jahre 2009, dass es Geldflüsse des Organisierten Verbrechens und Rauschgiftgelder waren, die benutzt wurden, um das kollabierende Finanzsystem aufzupumpen.

Ein Höhepunkt der Konferenz war die Vorstellung des Berichtes „Eine neue Generation von Programmen zur Vernichtung des afghanischen Drogenanbaus“ von Juri Krupnow, Vorsitzender des Moskauer Instituts für Demographie, Migration und regionale Entwicklung. Darin sind durchgeplante Entwicklungsmaßnahmen vorgesehen, wie z.B. Infrastrukturprojekte und Subventionen für Lebensmittelanbau. In diesem Kontext hätte die NATO in Afghanistan den Auftrag erhalten sollen, die Opiumfelder zu vernichten, um stattdessen den Weg für Getreideanbau freizumachen. Iwanows „Rainbow“-Programm sah vor, diejenigen Landbesitzer in Afghanistan und Lateinamerika durch UN-Sanktionen zu bestrafen, die vom Coca- und Opiumanbau profitieren. Stattdessen wurde Viktor Iwanow nun selbst auf die Liste amerikanischer Sanktionen und Visasperren gesetzt!