Saudische Blockade gegen Jemen verschlimmert das humanitäre Desaster
10. November 2017 • 11:28 Uhr

UN-Vertreter für humanitäre Angelegenheiten erklärten während einer gemeinsamen Pressekonferenz am 7. November 2017, daß die saudische Blockade aller Zugangswege nach Jemen eine bereits gefährliche humanitäre Krise im Land rapide verstärkt. Jens Laerke, Sprecher des UN- Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), berichtete, daß die Blockade bereits einen 60 %-igen Anstieg des Benzinpreises und eine Verdopplung des Preises für Gas, das zum Kochen verwendet wird, verursacht hat. OCHA sei sehr besorgt über die zu erwartenden, schnellen negativen Auswirkungen der Schließungen der Einfuhrhäfen auf die bereits bedrohliche humanitäre Situation im Land, wo 7 Millionen Menschen gegen Hungersnot-ähnliche Bedingungen kämpfen und komplett von humanitärer Hilfe abhängig sind, um zu überleben. Wenn Hilfslieferungen zum Erliegen kämen, würde sich die Nahrungsmittelunsicherheit noch verschärfen und die Welt würde mit einer umso größeren humanitären Krise konfrontiert. Es sei lebensnotwendig, daß Nahrungsmittel-, Treibstoff- und Medizin-Importe ins Land fortgesetzt werden. Laerke sagte, OCHA würde fortfahren, die Lieferungen humanitärer Hilfsgüter über alle Zugangspunkte voranzutreiben.

Rupert Colville, Sprecher des Hochkommissariats für Menschenrechte (OHCHR),berichtete, daß die Anzahl der bestätigten zivilen Opfer im Jemen bei 14.168 (5.295 Tote und 8.873 Verletzte) liegt, wobei die aktuelle Zahl wahrscheinlich viel höher ist. Letzten Berichten zufolge wird die saudische Bombardierung ohne jede Unterbrechung fortgesetzt.

Auch Robert Mardini, Regionaldirektor von ICRC (Internationales Komitee vom Roten Kreuz) für den Nahen und Mittleren Osten sagte am 7.11., daß Schiffslieferungen von Insulin an der Saudisch-Jemenitischen Grenze blockiert werden. Er sagte auch, so der Guardian, daß er über die „stetig wachsende“ Anzahl ziviler Opfer und das Abzielen auf nicht-militärische Infrastruktur, wie Wasserversorgungs-Einrichtungen und zivile Flughäfen, besorgt sei. „Solche Aktionen stellen eine Verletzung der internationalen Menschenrechte dar“, so Mardini. Eine Sprecherin von ICRC, Iolanda Jaquernet, berichtete, daß eine Schiffsladung Chlor-Tabletten, lebensnotwendig, um die Cholera-Epidemie im Land zu bekämpfen, ebenso an der Grenze blockiert wurde. „Zur Zeit gibt es keine Bewegung in oder aus dem Jemen. Angesichts der Fragilität des Landes und der Art, wie der Konflikt geführt wird, können zusätzliche Import-Restriktionen katastrophale Folgen haben“, sagte sie laut Washington Post.

Der illegale saudisch-britisch-amerikanische Krieg gegen den Jemen muß sofort beendet werden!