Thermonukleare Konfrontation oder „Win-Win“-Kooperation bei der Neuen Seidenstraße?
6. April 2016

Getarnt durch Reden mit gespaltener Zunge – Schönfärberei auf der einen, unverblümte Drohungen auf der anderen Seite – betreibt die Obama-Administration, angestoßen von Cameron, gegenwärtig eine ganze Reihe von strategischen Konfrontationen gegen Rußland und China, die den Anspruch der USA auf eine unipolare Welt zementieren sollen. Die Entscheidung des Pentagon, ab Anfang 2017 eine komplette US-Panzerbrigade an die russische Grenze entlang der baltischen Staaten zu verlegen, gehört dazu ebenso wie die Ansicht, das mobile Thaad-Raketen-Abwehrsystem nach Südkorea zu verlegen, das China entschieden ablehnt, weil dessen Reichweite auch die chinesischen Sicherheitsinteressen massiv betrifft, oder die andauernden Provokationen im Südchinesischen Meer, sei es durch die Verweigerung der Anerkennung des Rechts Chinas, sogenannte ADIZ-Zonen (Air Defense Identification Zone = Luftraumüberwachungszone) einzurichten, sei es durch Marine- und Aufklärungspatrouillen unter dem Vorwand, die „Freiheit der Meere“ verteidigen zu müssen, die China jedoch gar nicht in Frage stellt.