Trump greift "Russiagate"-Clique an
14. November 2017 • 10:13 Uhr

Während des Fluges nach dem APEC-Gipfel im vietnamesischen Danang identifizierte US-Präsident Trump am 11.11. vor Reportern die "Russiagate"-Kampagne gegen ihn als Bedrohung für den Weltfrieden und nahm gleichzeitig den russischen Präsidenten Putin in Schutz. Die beiden Präsidenten hatten kein längeres persönliches Treffen, aber drei kurze, freundliche Begegnungen, die in der Ankündigung einer Einigung für eine politischen Lösung in Syrien resultierten. Dazu gehören die Anerkennung von Syriens Souveränität, Unabhängigkeit und territorialer Einheit sowie die Intensivierung des politischen Prozesses in Genf mit allen beteiligten Parteien außer dem harten Kern der Anti-Assad-Dschihadisten.

Bei seinem Gespräch mit den Pressevertretern sagte Trump,, Putin habe ihm erklärt, „daß er sich absolut nicht in unsere Wahlen eingemischt hat“, und er glaube ihm. Der US-Präsident bekräftigte erneut die Bedeutung eines guten Verhältnisses zu Rußland: „... das wäre eine gute Sache. Es wäre sogar großartig.“ Die Probleme zwischen beiden Ländern seien eine Folge der sog. Russiagate-Vorwürfe, und das behindere die notwendige Zusammenarbeit zur Lösung der Koreakrise. Muellers Ermittlungen könnten „Millionen über Millionen Menschenleben kosten“, denn sie verhinderten ein normalisiertes Verhältnis zu Rußland, das nicht nur in Korea, sondern auch in Syrien und der Ukraine eine Lösung bringen könne.

US-Sonderermittler Robert Mueller (früherer FBI-Chef unter George W. Bush und Obama) benutze „diese künstliche Sache“ gegen ihn, „diesen künstlichen Anschlag der Demokraten“, um über ein „falsches“ Dossier die Wahl zu beeinflussen (verfaßt vom britischen Agenten Christopher Steele und bezahlt von der Clinton-Kampagne). Schließlich nannte Trump die früheren Geheimdienstchefs unter OBama hinter den Russiagate-Vorwürfen - John Brenann (CIA), James Clapper (Geheimdienstkoordinator) und James Comey (FBI) „politische Funktionäre“. Über Comey, dessen Entlassung Muellers Ernennung auslöste, sagte er: „Es ist jetzt bewiesen, daß Comey ein Lügner ... und Presseinformant ist.“