USA: LPAC-Dokumentation über die unheilige Allianz von Präsident Obama mit Al Kaida in Libyen und Syrien
20. Dezember 2012 •

Die folgende Zusammenstellung wurde diese Woche vom LaRouche Political Action Committee (LPAC) in Washington verteilt, um die britisch-dominierte "Regimewechsel"-Politik der Obama-Regierung und ihre Zusammenarbeit mit radikalen saudisch-unterstützten Al Kaida-Netzwerken, erst in Libyen und jetzt in Syrien, zu stoppen. Diese zeigte sich besonders deutlich im Fall des Angriffes auf das US-Konsulat in Bengasi, der durch die extremistischen Netzwerke durchgeführt wurde, die Großbritannien und die USA zum Sturz Gaddafis benutzten und die jetzt für den Sturz des syrischen Präsidenten Assad eingesetzt werden. Teils gehen die Verbindungen saudisch-dominierter Netzwerke sogar zurück bis zu 9/11/2001.

Diese Politik gefährdet ebenso die innere Sicherheit Europas und Deutschlands wie den Weltfrieden. Sie entzieht dem gegenwärtigen Versuch, einen "neuen Bündnisfall" im Zusammenhang mit der Regimewechselstrategie gegen Syrien und Iran vorzubereiten, jeglichen Anschein von Legitimation. Das blutige Chaos, das bereits in Syrien angerichtet wurde, und in Libyen sichtbar ist, würde sich offensichtlich nach einer Absetzung von Präsident Assad wie ein Lauffeuer in der ganzen Region ausbreiten und die ohnehin schon äußerst gefährliche Lage im Nahen Osten noch weiter destabilisieren. Außerdem weiß jeder, daß als nächstes Ziel dieser geopolitisch-motivierten, britisch-imperialen Politik der Iran auf der Liste steht, und in Wirklichkeit Russland und China gemeint sind. Die Gefahr eines großen, thermonuklearen Krieges steht am Horizont.

Wir veröffentlichen die leicht gekürzte LPAC-Dokumentation hier auf deutsch, so daß jeder, der will, sich selbst ein Bild machen kann, wer die von USA und Großbritannien unterstützte syrische Opposition dominiert. Deutschland darf sich nicht länger dazu erpressen lassen, an einer selbstzerstörerischen Politik im Nahen Osten "um des Bündnisses willen" mitzuwirken, die nur ins Desaster führen kann!

LPAC-Dokumentation:

Zusammenarbeit Präsident Barack Obamas mit Al-Kaida in Libyen und Syrien

Die Opposition in Libyen

Im Fall Libyen ist die Beweislast überwältigend. Unter dem Mantel humanitärer Intervention befahl Präsident Obama dem US-Militär die Schaffung einer Flugverbotszone und Hilfe mittels Luftunterstützung für die Al-Kaida-Gruppierungen, um Muammar Gaddafi zu stürzen.

Die Opposition in Libyen war dominiert von der Libyschen Islamischen Kampfgruppe (LIFG), die in den 1990er Jahren von Abdel Hakim Belhadsch gegründet wurde, der von 1988-1992 mit Al-Kaida und den Taliban in Afghanistan gekämpft hatte. Am 15. Februar 2011 benannte sich die LIFG um in Libysche Islamische Bewegung für den Wandel.

Nach dem Fall von Kabul 1992 ging Belhadsch zusammen mit Osama bin Laden in den Sudan. 1995 trat der britische MI-6 an die LIFG heran, um sie für einen Putsch gegen Gaddafi zu gewinnen. Nachdem der Putsch und vier Mordanschläge auf Gaddafi fehlgeschlagen waren, wurden zahlreiche Mitglieder der LIFG im Abu-Selim-Gefängnis in Tripolis inhaftiert. Andere - darunter auch Belhadsch - entkamen.

Als die USA 2001 in Afghanistan einmarschierten, wurden zwei Mitglieder der LIFG, die später an dem von Obama angeführten Sturz Gaddafis mitwirkten, von den Pakistanis verhaftet und an die USA ausgeliefert: Abul Hakim Al-Hasadi und Abu Sufijan Bin-Kumu, die beide aus Derma stammen. Al-Hasadi, der in Afghanistan fünf Jahre lang gegen die Amerikaner gekämpft hatte, wurde nach Libyen zurückgeschickt und dort inhaftiert. Kumu wurde nach Guantanamo geschickt und später ebenfalls an Libyen ausgeliefert. Beide waren inhaftiert im Abu-Selim-Gefängnis.

2004 wurden Belhadsch und Sami Al-Saadi, der später ebenfalls am Obama-geführten Sturz Gaddafis mitwirkte, von der CIA und dem MI-6 in Bangkok in Thailand aufgespürt und ebenfalls an Libyen ausgeliefert. Auch sie kamen ins Abu-Selim-Gefängnis. Dies geschah, kurz nachdem Toni Blair die Anerkennung Gaddafis durch den Westen organisiert hatte. Gleichzeitig erklärte Blair, daß Gaddafi dem Westen helfen wolle, Al-Kaida zu bekämpfen.

Al-Saadi, den der Taliban-Führer Mullah Omar einst als den Scheich der Araber bezeichnet hatte, war der Verfasser eines Planes zum Sturz von Gaddafi, der Mitte des Jahrzehnts im britischen Birmingham bei einer polizeilichen Hausdurchsuchung in der Wohnung von Abd Al-Rahman Al-Faquih gefunden wurde. Al-Faquih war von einem marokkanischen Gericht wegen seiner Beteiligung an den Selbstmordanschlägen von Casablanca im Mai 2003 in Abwesenheit verurteilt worden. Eben dieser Kriegsplan wurde ab Februar 2011 gegen Gaddafi verfolgt.

Im März 2010 gab Saif Gaddafi aufgrund der Intervention Tony Blairs als Teil eines Versöhnungsplanes die Freilassung von Belhadsch und 233 weiteren Mitgliedern der LIFG aus dem Abu-Selim-Gefängnis bekannt. Kaum ein Jahr nach ihrer Freilassung bildeten Belhadsch und andere LIFG-Mitglieder den Kern der Opposition gegen Gaddafi.

Die LIFG wurde von den USA, Großbritannien und von der UNO als terroristische Organisation eingestuft

Als unter dem Deckmantel einer UN-Resolution die Operation zum Sturz Gaddafis anlief, war die LIFG vom US-Außenministerium, vom britischen Innenministerium und vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen offiziell als terroristische Vereinigung eingestuft. In einem Bericht des US-Außenministeriums heißt es:

    „Am 3. November 2007 gaben hochrangige Führer bekannt, daß sich die LIFG offiziell Al-Kaida angeschlossen hat. Aktivitäten: Libyer, die mit der LIFG verbunden sind, sind Teil der breiteren internationalen terroristischen Bewegung. Die LIFG ist eine der Gruppen, bei denen vermutet wird, daß sie die Selbstmordanschläge von Casablanca im Mai 2003 geplant haben. Spanische Medien brachten im August 2005 Zijad Haschem, ein mutmaßliches Mitglied des Medienkomitees der LIFG, sowie den inhaftierten Amir Abdallah Al-Sadeq (Belhadsch) mit dem tunesischen Islamisten Serhane Ben Abdelmadschid Fakhet in Verbindung, dem mutmaßlichen Anführer der Anschläge von Madrid 2004. Abdallah Al-Sadeq ist der Kampfname von Abdel Hamil Belhadsch.“

In der UN-Resolution heißt es:

    „Kommandeure der LIFG, darunter Abu Yahya Al-Liby und der inzwischen verstorbene Abu Al-Laith Al-Liby, hatten prominente Positionen in der obersten Führung von Al-Kaida. Am 3. November 2007 schloß sich die LIFG formell Al-Kaida an. Dieser Zusammenschluß wurde über zwei Videoclips bekannt gegeben, die von Al-Kaidas Propagandaarm Al-Sabab produziert wurden. Im ersten Video trat Osama bin Ladens (Q.I.B.8.01) Stellvertreter Aiman Muhammed Rabi Al-Zawahiri (QI.A.6.01) auf, im zweiten Abu Laith Al-Liby, der damals als hochrangiges Mitglied der LIFG und als hochrangiger Anführer und Ausbilder für Al-Kaida in Afghanistan diente.“

Die Täter des Anschlags von Bengasi

Nachdem Gaddafi durch die mit Al-Kaida verbundene LIFG gestürzt worden war, wurde der Militärrat von Tripolis zunächst von General Abd Al-Fatah Yunis geleitet. Er wurde jedoch am 28. Juli 2011 von der Milizgruppe Ansar Al-Scharia ermordet, und der frühere Emir der Libyschen Islamischen Kampfgruppe, Abdel Hakim Belhadsch, wurde zum militärischen Kommandeur des Militärrates ernannt. Der Militärrat von Bengasi wiederum wurde von Sallabi geleitet, einem Verbündeten Belhadschs.

Drei der militärischen Einheiten, die im Gebiet von Bengasi operierten - Ansar Al-Scharia, Libysches Schild und die Brigade 17. Februar - die beiden letzteren operierten in Koordinierung mit dem libyschen Verteidigungsministerium - waren am 11.9.2012, dem Jahrestag der Anschläge des 11. September 2001 auf das World Trade Center und auf das Pentagon an dem Angriff auf die US-Mission und die CIA-Station in Bengasi beteiligt, bei dem US-Botschafter Chris Stevens und drei CIA-Leute getötet wurden. Diese drei Organisationen waren die wichtigsten Verbündeten der USA im Kampf für den Sturz Gaddafis gewesen.

Genauer gesagt: Ansar Al-Scharia - geführt von Abu Sufijan bin Kumu, einem früheren Gefangenen von Guantanamo -, der Libysche Schild, der die US-Marines, die aus Tripolis kamen, am Flughafen in Empfang nahm und zur Station der CIA eskortierte - angeführt von Wisam bin Hamid, der im Bericht der Kongreß-Bibliothek als mutmaßlicher Kopf von Al-Kaida in Libyen bezeichnet wird - und die Brigade 17. Februar, die für den Sicherheitsschutz des Konsulats verantwortlich war - angeführt von Ismail Sallabi - wurden allesamt von der mit Al-Kaida verbundenen LIFG gesteuert.

Ansar Al-Scharia

Der Anführer der Ansar-Al-Scharia-Gruppe in Derna, die am 11. September in Bengasi den Angriff auf das Konsulat und das CIA-Gebäude durchführte, ist Sufijan Bin-Kumu.

Laut Einschätzung in seiner Gefangenenakte in Guantanamo erhielt Kumu monatliche Zahlungen von einem der Finanziers der ursprünglichen Anschläge des 11. September 2011:

    „Der Alias-Name des Häftlings findet sich auf einer Liste mutmaßlichen Al-Kaida-Personals, die monatliche Zahlungen erhielten. Sein Alias-Name fand sich auf dem Laptop Mustafa Al-Hawsawis, der Al-Kaidas Anschläge des 11. September finanzierte, als ein Al-Kaida-Mitglied der Unterstützung für seine Familie erhielt.“

In der Einschätzung heißt es weiter:

    „Der Häftling wird als früheres Mitglied der Libyschen Islamischen Kampfgruppe betrachtet, einem mutmaßlichen Mitglied von Al-Kaida. Der Häftling wird als mittleres bis hohes Risiko eingeschätzt, da er wahrscheinlich eine Gefahr für die USA, ihre Interessen und ihre Verbündeten darstellt.

    Vorgeschichte: Als Gefreiter diente er als Panzerfahrer bei den libyschen Streitkräften. Die libysche Regierung sagt, er sei von illegalen Drogen/Narkotika abhängig gewesen, und ihm wurden eine Reihe von Verbrechen vorgeworfen, darunter Mord, Körperverletzung, bewaffnete Körperverletzung und Verbreitung von Rauschgiften. Er wurde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. 1993 entkam er und flüchtete schließlich nach Afghanistan, wo er in Osama bin Ladens Korkham-Camp als Ausbilder tätig war. Er trat der LIFG bei und wurde in deren Militärausschuß aufgenommen. Er verließ den Sudan, trat 1998 angeblich aus der LIFG aus und kehrte nach Afghanistan zurück. 2001 wurde er dort gefangen genommen und nach Guantanamo geschickt.“

Nach Angaben des Berichtes hat er seine Verbindungen zu Ajjub Al-Liby, dem Vermittler zwischen Al-Kaida und der LIFG, zu Abu Abdullah Al-Sadiq - diesen Kriegsnamen führt Abdul Hakim Belhadsch als Anführer der LIFG - und zu Abu Al-Munihir, auch bekannt als Al-Saadi, der Mitte der 2000er Jahre den Plan zum Sturz Gaddafis ausarbeitete, eingestanden.

Libyscher Schild

Botschafter Stevens beschreibt in seiner letzten diplomatischen Depesche an das Washingtoner Außenministerium vom 11. September ein angespanntes Treffen am 9. September zwischen US-Sicherheitsbeamten und zwei Anführern des Libyschen Schildes, Wissam Bin Hamid (fälschlicherweise als Wisam bin Ahmed identifiziert) und Scheich Mohammad Al-Garabi in Bengasi. Die Libyer argumentierten, wenn der Kandidat der Moslem-Bruderschaft, Alwad Al-Barasi, die Wahl zum Premierminister gewinne, werde er den Kommandeur der Brigade 17. Februar, Fawzi Bukatif, zum Verteidigungsminister ernennen.

    „Bukatifs Ernennung“, heißt es in dem Memo, „würde im Verteidigungsministerium und anderen Sicherheitsdiensten den Weg für Gefälligkeitsernennungen seiner bevorzugtesten Brigadekommandeuren frei machen - und dadurch dem 17. Februar und dem Libyschen Schild stillschweigende Kontrolle über die Streitkräfte geben.“ Wenn andererseits Jibril, den die US-Regierung unterstützte, nicht gewänne, „würde man die Sicherheit in Bengasi nicht länger garantieren, eine von ihnen derzeit ausgeübte kritische Funktion.“

Laut al-Fetn.com habe Bin Hamid im Irak und in Afghanistan gegen US-Truppen gekämpft, bevor er in den Raum Bengasi-Derna in Ostlibyen zurückkehrte, um sich dort zum „Verbündeten“ der USA beim Sturz und der Ermordung Gaddafis zu machen.

In einem Bericht aus der Washingtoner Kongreßbibliothek vom August 2012 mit dem Titel Al-Kaida in Libyen: Ein Profil heißt es, Hamid gelte weithin als der eigentliche Anführer von Al-Kaida in Libyen. Außerdem veranstaltete er im März 2012 eine Demonstration in Sirte, an der auch der Al-Kaida-Chef aus dem Maghreb Mokhtar ben Mokhtar teilnahm. Trotzdem übertrug man seiner Miliz Libyscher Schild die Sicherheit für das US-Konsulat in Bengasi, und deshalb wurden der Gruppe wahrscheinlich bei dem Treffen am 9. September die Reisepläne von Botschafter Stevens mitgeteilt, der am nächsten Tag zu einem zehntägigen Besuch in Bengasi eintraf. Der Angriff auf den geheimen Unterschlupf der CIA begann erst, nachdem Kämpfer des Libyschen Schildes mehrere Stunden nach dem anfänglichen Angriff auf das Konsulat, bei dem Botschafter Stevens getötet wurde, ein Rettungsteam der US-Marineinfanterie dorthin eskortiert hatten.

Die Brigade 17. Februar

Nach Darstellung von Joan Neuhaus Schaan, einem Fellow für Homeland Security and Terrorism am Baker Institute for Public Policy an der Rice University in Houston, wurde die Brigade 17. Februar, die mit der Sicherheit für die US-Mission in Bengasi beauftragt war, von Ismail Sallabi gegründet, einem bekannten Mitglied von Al-Kaida und der Libyschen Islamischen Kampfgruppe (LIFG). In einem politischen Briefing des Brookings Doha Center vom Mai 2012 mit dem Titel „Libysche Islamisten unverpackt: Aufstieg, Verwandlung und Zukunft“ wurde ebenfalls berichtet, daß Sallabi die Brigade 17. Februar in Bengasi leitet.

Der Guardian vom 16. September 2011 bezeichnete Sallabi als Leiter des Militärrats von Bengasi, des Gegenstücks zu dem von Abul Hakim Belhadsch geleiteten Militärrat von Tripolis. Laut Al Arabija News ist der Kommandeur der Brigade 17. Februar Fawzi Bukatif.

Laut al-Hayat war Belhadsch im April 2011 in Bengasi, wo er bei der Aufstellung der Brigade 17. Februar mithalf. Zum unmittelbaren Sicherheitsdienst der Bengasi-Mission gehörten vier Mitglieder der Brigade 17. Februar, von einer Quelle im State Department beschrieben als „eine befreundete Miliz, die praktisch von der libyschen Regierung zu unserer Sicherheit abgestellt wurde.“ Weitere 16 Milizangehörige waren Teil der Schnellen Eingreiftruppe auf dem CIA-Gelände, das als „Anhang“ der Mission beschrieben wurde.

Ismael al-Sallabi (der Bruder des führenden libyschen Islamisten Ali al-Sallabi) leitet auch die Märtyrer-Rafallah-Sahati-Brigade, die als Bataillon der Brigade 17. Februar begann. Der Kommandeur der Brigade, Shaykh Muhammad al-Garabi, traf sich am 9. September mit US-Vertretern mitsamt Wisam ben Hamid vom Libyschen Schild.

Abdel Hakim Belhadsch

Jede ernsthafte Untersuchung über Bengasi müßte sich sehr genau mit der Rolle von Abdel Hakim Belhadsch beschäftigen, dem Gründer der Libyschen Islamischen Kampfgruppe und nach dem Sturz Gaddafis Kommandeur des Militärrats von Tripolis. Am 30. August 2011 wurde ihm die Verantwortung für die Sicherheit aller internationalen Botschaften in Tripolis, einschließlich der US-Botschaft, übertragen, bis er im Mai 2012 als Kommandeur der LIFG zurücktrat, um eine eigene politische Partei (Watan) zu gründen. Ihm wurde auch aufgetragen, die Verteidigung auf nationaler Ebene zu koordinieren.

Am 17. November 2012 veröffentlichte die saudische Publikation Arab News einen Artikel von Ali Bluwi, worin stand, daß der Angriff auf die Bengasi-Mission eine Racheakt für den Mord an Abu Yahya al-Libi gewesen sei, einem führenden libyschen Al-Kaida-Mitglied, das im Juni 2012 bei einem Drohnen-Angriff in Pakistan ums Leben kam.

In dem Artikel hieß es außerdem, US-Botschafter Chris Stevens „verhinderte, daß Abdel Hakim Belhadsch das Amt des Verteidigungs- oder Innenministers in Libyen übernahm.“

Laut dem früheren Moslem-Bruderschaft-Mitglied Walid Shoebat ist Belhadsch der Al-Kaida-Funktionär, der laut Aussage libyscher Exilanten der Hauptdrahtzieher hinter dem Terrorangriff in Bengasi am 11. September war.

Al-Kaida in Syrien

Als Kommandeur des Militärrats von Tripolis handelte Belhadsch im Namen Präsident Obamas, das Britische Empire und Saudi-Arabiens, um Al-Kaida Militärpersonal und Waffen für einen Umsturzversuch gegen die syrische Regierung zuzuführen. Zahlreiche Nachrichtenquellen, darunter der Daily Telegraph, berichteten, daß Belhadsch im November 2011 zu einem Treffen mit der Freien Syrischen Armee in die Türkei gereist sei, um sie für den Sturz Assads auszubilden und mit Waffen auszurüsten.

Laut Albawaba.com und thetruthseeker.co.uk sind im gleichen Monat etwa 600 LIFG-Terroristen aus Libyen nach Syrien eingedrungen und haben mit Militäroperationen begonnen. Der Anführer der libyschen Kämpfer ist Mahdi al-Harati, jetzt Chef der Liwa-al-Ummah-Brigade in Syrien. Laut eines Artikel im Magazin Foreign Policy von Mary Fitzgerald am 9. August 2012 mit dem Titel „Die libyschen Waffen der syrischen Rebellen“ ist al-Harati ein libyschstämmiger irischer Staatsbürger, der während des Sturzes von Gaddafi in Libyen ein Kommandeur der von Belhadsch geführten Tripolis-Brigade war.

Die Tripolis-Brigade war eine der ersten Rebellen-Einheiten, die im August 2011 in die libysche Hauptstadt eindrangen. Nach der Einnahme von Tripolis wurde al-Harati zum stellvertretenden Leiter der Militärrats von Tripolis unter Abdel Hakim Belhadsch ernannt. Ende 2011 trat al-Harati als Kommandeur der Tripolis-Brigade und als stellvertretender Leiter der Militärrats zurück und brach nach Syrien auf.
Laut Harati haben sich mehr als 6000 Männer der Liwa al-Ummah nach deren Aufbau angeschlossen. Harati betont, daß 90 Prozent der Brigade Syrer seien, der Rest seien Libyer, die meisten davon ehemalige Angehörige der Tripolis-Brigade, und dazu zahlreiche andere Araber. Laut Reuters gehören Liwa al-Ummah 20 altgediente Angehörige der Tripolis-Brigade an.

Eines der von der Aufsichtskommission des Repräsentantenhauses im Oktober freigegebenen State-Department-Dokumente stammt vom Research and Information Support Center mit Datum vom 1. März 2012. Es enthält die folgende Bewertung der Präsenz von Al-Kaida in der Gegend von Bengasi:

    „Ende Dezember 2011 ging aus Berichten hervor, daß die Al-Kaida-Führung in Pakistan erfahrene Dschihadisten nach Libyen geschickt hat, um in dem Land eine neue Operationsbasis aufzubauen. Zwischen Mai und Dezember 2011 hatte einer dieser Dschihadisten im östlichen Teil des Landes 200 Kämpfer rekrutiert. In Irak sichergestellte Dokumente zeigen, daß viele ausländische Kämpfer, die sich am Aufstand im Irak beteiligten, aus dem östlichen Libyen stammten.“

Laut dem Bericht der US-Kongreßbibliothek vom August 2012 über Al-Kaida in Libyen soll einer der Entsendeten Abd al-Baset Azzouz sei, der seit 1980 dem Al-Kaida-Chef Al-Zawahiri nahesteht. In dem gleichen Bericht heißt es, er ist in Libyen wahrscheinlich zusammen mit einem weiteren führenden Al-Kaida-Funktionär Abd al Hamid al Ruqhay, alias Abu Anas al-Libi, untergebracht, der Ende der 1980er Jahre nach Afghanistan und Sudan umzog, wo er wahrscheinlich Osama Bin Laden traf und sich Al-Kaida anschloß.

Nach Dokumenten, die das frühere Moslem-Bruderschaft-Mitglied Walid Shoebat erhielt und veröffentlichte, zeigt eine Vielzahl von Belegen, die von Quellen innerhalb der libyschen Regierung libyschen Exilanten zugängig gemacht wurden, daß Al-Kaida-Funktionäre in Libyen Dschihadisten die Durchfahrt durch Libyen nach Syrien ermöglichen. Beispielsweise ist Abdul Wahhab Hassan Qayad, Bruder des Al-Kaida-Führers Yahya al-Libi, der im Juni 2012 bei einem US-Drohnenangriff in Pakistan getötet wurde, jetzt im libyschen Innenministerium für Grenzkontrollen und strategische Einrichtungen zuständig. In dieser Position kann er Al-Kaida-Leuten freien Grenzübertritt arrangieren, wodurch nicht nur der Zustrom von Terroristen nach Libyen ermöglicht wird, sondern Al-Kaida kann auch sehr leicht Terroristen und Waffen aus Libyen über die Türkei nach Syrien transportieren. ..."





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