Veranstaltung des dänischen Schiller-Instituts: Kein Krieg gegen Syrien!
19. Mai 2012 • 10:45 Uhr

Mehr als 70 Gäste nahmen am 16. Mai in Kopenhagen an einer öffentlichen Veranstaltung des dänischen Schiller-Instituts und der Dänisch-Syrischen Freundschafts-Union zur Lage in Syrien teil. Die Veranstaltung begann mit der Arie „Comfort Ye“ aus Händels Messias, vorgetragen von Hans-Frederik Nielsen, begleitet von Michelle Rasmussen am Klavier. Dann berichtete der Vorsitzende des dänischen Schiller-Instituts, Tom Gillesberg, über die dramatische Weltlage, insbesondere die Gefahr eines Dritten Weltkriegs. Er verwies auf die strategische Bedeutung der Warnungen führender russischer Militärs bei der Moskauer Konferenz vom 3.-4. Mai über die geplanten Raketenabwehrsysteme der NATO in Osteuropa und die Reaktionen auf diese Wende in den USA, wie die wachsende Unterstützung für die Resolution des Abg. Walter Jones. Gillesberg berichtete auch über die neue Welle der Unterstützung für die Wiedereinführung des Glass-Steagall-Trennbankensystems als Reaktion auf die Entwicklungen in Griechenland und Spanien sowie auf die Verluste von JP Morgan Chase.

Mohamed Mafoud von der Dänisch-Syrischen Freundschafts-Union stellte das Problem der Lügen in den Medien in den Mittelpunkt. Seit über einem Jahr habe er die Medien über die tatsächliche Lage in Syrien informiert und sogar Reisen für Journalisten nach Syrien organisiert, trotzdem hätten die entsprechenden Medien weiter die Lügen verbreitet, mit denen das westliche Vorgehen gegen Syrien beschönigt wird. Die sogenannte „Freie Armee“ bestehe hauptsächlich aus Al-Kaida-Kämpfern und islamischen Fundamentalisten, die aus Ländern wie Libyen und Afghanistan nach Syrien geholt worden seien und von Katar finanziert würden. Dabei betonte er, seine Organisation sei nicht mit der syrischen Regierung verbunden, sondern ein Zusammenschluß von Syrern, die nicht wollen, daß ihr Land genauso zerstört wird wie schon der Irak, Afghanistan und Libyen.