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Das Verbrechen, das sich vor unser aller Augen abspielt, ist ungeheuerlich. Anstatt zuzugeben, daß ihre „Geschäftsmodelle“ Globalisierung und Euro hoffnungslos gescheitert sind, greifen die Finanzinstitutionen und ihre willigen Regierungen zum allerletzten Mittel: der tödlichen Mischung aus Hyperinflation und offenem Raub an den Bankguthaben der Bevölkerung, die den zu erwartenden Effekt hat, nämlich einen Absturz der Realwirtschaft und eine Verkürzung der Lebenserwartung von Millionen von Menschen.
Es liegt in der Natur der Sache, daß die Tyrannei eben nichts zu bieten hat außer Drangsal und Elend, und so sollte es niemanden wundern, daß die italienische Bevölkerung die brutale Sparpolitik der Troika abgewählt hat. Aber die Politik Merkels und der EU ist nicht nur in Italien gescheitert, sondern auch in Bulgarien und Slowenien, wo die Regierungen aus dem gleichen Grund gestürzt wurden, ebenso wie in Griechenland, Spanien, Portugal und Irland, wo die Verzweiflung der Bevölkerung einen Siedepunkt erreicht.
Insider der Finanzmärkte sind derzeit extrem nervös, weil die Lage des internationalen Finanzsystems heute weitaus angespannter ist als unmittelbar vor dem Kollaps von Lehman Brothers und AIG im September 2008 – mit dem gravierenden Unterschied, daß der „Instrumentenkasten“ zur Behebung der Krise inzwischen völlig leer ist.
Angesichts der immer offensichtlicher werdenden Desintegration des transatlantischen Finanzsystems und der europäischen Gemeinschaftswährung einerseits und der wachsenden internationalen Unterstützung für eine Rückkehr zum Glass-Steagall-Gesetz Franklin D. Roosevelts andererseits wächst auch die Hysterie der Banker, die am Kasino-Modell der Hochrisikospekulation festhalten wollen.
Auf der weltpolitischen Bühne werden derzeit die großen Kämpfe für die menschliche Zivilisation ausgetragen. Es geht um die Entscheidungen über Krieg oder Frieden, faschistische Diktatur oder Verteidigung republikanischer Verfassungen, hyperinflationärer Kollaps des transatlantischen Finanzsystems oder rechtzeitige Reorganisation. Die Lage ist in all diesen Bereichen, deren innere Dynamik zusammenhängt, so angespannt, daß ein Bruchpunkt nicht mehr weit entfernt ist.
Nachdem sich die G-20-Staaten bei ihrem jüngsten Treffen in Moskau praktisch einig waren, mit der Politik der wunderbaren Geldvermehrung - des sogenannten „Quantitative Easing“ von „Helicopter-Ben“ Bernanke und EZB-Chef Draghi - fortzufahren, bekommen einige Vertreter der Finanzwelt das große Zittern. In erzkonservativen Blättern wie der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) wird das bis jetzt völlig tabuisierte H-Wort (= Hyperinflation) erwähnt.
Die meisten Zeitgenossen versuchen, eine heimliche Ahnung, daß es einen Zusammenhang zwischen der gleichzeitigen Zuspitzung der transatlantischen Finanzkrise und den diversen militärischen Konflikten geben könnte, irgendwie zu verdrängen - die Implikation ist zu unangenehm für eine Gesellschaft, für die sinnentleerter Zeitvertreib und „Wellness“ einen höheren Stellenwert besitzen als der Versuch, die Realität zu erkennen, in der man sich befindet.
Lang lebe die deutsch-französische Freundschaft!
„Vive l’amitié Franco-Allemande“ — „Lang lebe die deutschfranzösische Freundschaft!“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am 8. Juli 2012 in ihrer Rede in Reims zur Feier des 50. Jahrestages des Treffens zwischen de Gaulle und Adenauer. ... Wir freuen uns über die Errungenschaften jener Giganten der Vergangenheit und über die Versöhnung unserer Völker. Aber seien wir ehrlich: Wenn die obigen Worte wahr werden sollen, so kann dies weder im derzeitigen Rahmen der Europäischen Union geschehen, die schon das Wort Europa verhaßt gemacht hat, noch in der Weise, wie wir derzeit Politik betreiben.
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