Bahnbrechende Konferenz des Schiller-Instituts in Rüsselsheim - "Der Wiederaufbau der Weltwirtschaft"
27. Februar 2009 • 18:36 Uhr

Am 21.2/22. Februar fand die Konferenz des internationalen Schiller-Instituts in Rüsselsheim "Der Wiederaufbau der Weltwirtschaft nach der Systemkrise" statt.*

Unter der Leitung der Gründerin und Vorsitzenden des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, beschäftigten sich die ca. 350 Gäste aus 25 Ländern zwei Tage lang intensiv damit, wie der Ausweg aus dem gegenwärtigen Kollapsprozeß aussehen muß, soll die Zivilisation eine Chance haben. Der amerikanische Ökonom und Staatsmann Lyndon LaRouche hielt den einführenden Hauptvortrag. Professor Devendra Kaushik (Asian Study Institute/Indisches Erziehungsministerium) sprach über die "Strategische Zusammenarbeit zwischen USA, Rußland, China und Indien", und Professor Hans Köchler, Präsident der International Progress Organization (IPO), Wien zum Thema: "Die neue Internationale Wirtschaftsordnung' aus neuer Sicht: Philosophische Betrachtungen zum Kollaps der neoliberalen Globalisierung."

Professor Wilhelm Hankel, früherer Mitarbeiter von Bundeswirtschaftsminister Karl Schiller, und ehemaliger Chefökonom der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sprach im Panel: "Ein Europa souveräner Republiken" über "Die Zukunft des Euro", woran sich eine lebhafte Diskussion anschloß. Gen. Eric de la Maisonneuve, Präsident der französischen Organisation "Societe et Strategie" folgte mit: "Epochenwandel - Die Notwendigkeit einer neuen Politik". Helga Zepp-LaRouche sprach über "Europas Rolle in der bevorstehenden Renaissance".

Der zweite Konferenztag wurde von Jacques Cheminade, Vorsitzender der französischen Solidarite et Progres aus Frankreich, mit einer Rede über die Notwendigkeit einer neuen Pecora-Kommission eröffnet.Anschließend sprach Prof. Norton Mezvinsky von der amerikanischen Connecticut State University über die "Perspektive der Obama-Adminstration für Frieden in Südwestasien". Professor Bonifacio Honings, ehemaliger Dekan der Lateranunivesität Rom und Berater mehrerer Kongregationen legte die Beziehung zwischen der "Sozialdoktrin der Kirche und den ethischen Grundlagen von Lyndon LaRouches Pan A und B" dar. In der anschließenden Diskussion wurde auch der russische Ökonom und Amerikakenner Prof. Stanslav Menshikov zugeschaltet. Zum Schluß des Panels sprach noch der italienische Ökonom Prof. Giancarlo Pallavicini, Mitglied der Russischen Akademie der Naturwissenschaften (RANS), auf dessen Beitrag Lyndon LaRouche eine ausführliche Erwiderung gab.

Abschließender Höhepunkt der Konferenz war der Panel über "Die Rolle der Jugend bei der kommenden Rennaissance" mit Vertretern der LaRouche-Jugendbewegung (LYM) aus Afrika, Deutschland, Frankreich und Schweden. Portia Tarumbwa-Strid aus Zimbabwe zeigte am Beispiel Afrikas, "wie die Welt in 50 Jahren aussehen muß" und rief Präsident Obama dazu auf, sein Motto "Change - Yes we can", für eine neue gerechte Weltwirtschaftsordnung nach den Vorschlägen von Lyndon LaRouche jetzt auch umzusetzen. Die notwendige philosophische Ebene dafür stellten Kasia Kruszkowski und Petra Carlsson dar, indem sie auf das Konzept der "Gesetzmäßigkeit der Schönheit und Schillers Begriff der Unsterblichkeit" eingingen und die Zuhörer dazu herausforderten, diese Ideen sehr persönlich zu nehmen. Julien Lemaitre und Alize Franck aus Frankreich gaben Beispiele von Keplers Entdeckungsmethode, die von der Kohärenz zwischen den Gesetzmäßigkeiten des Universums und dem menschlichen schöpferischen Geist ausgeht. Elodie Viennot aus Frankreich stellte dann das Konzept der Bach-Motette "Jesu meine Freude" dar, die zum Abschluß vom Jugend-LYM Chor in voller Länge gesungen wurde und bei den Zuhörern den tiefen Eindruck hinterließ, daß die Spiritualität und Kreativität des Menschen über die irdischen Widrigkeiten obsiegen und das Universum zum besseren verändern kann. Mit abschließenden Bemerkungen von Lyndon LaRouche und der Verabschiedung der "Rüsselsheimer Resolution" ging die Konferenz zuende.

* Eine ausführliche Dokumentation der Konferenz (mit Videos) finden Sie auf http://schiller-institut.de/ruesselsheim2009/konferenz.html