Das britische Königshaus und die spanische Hypothekenblase
30. Januar 2008 • 03:41 Uhr

Bankenkreise um die britische Königsfamilie und deren Bank of Scotland seien die Begünstigten der Freigebigkeit (in Form von Aufkäufen spanischer Hypothekendarlehen) seitens der Europäischen Zentralbank gewesen, meinte Lyndon LaRouche als Antwort auf den jüngsten Bericht von Ambrose Evans Pritchard im London Telegraph. Pritchard schrieb: "Spanische Banken emittieren Hypothekendarlehen und besicherte Wertpapiere in großen Mengen, die sie dann bei der Europäischen Zentralbank (EZB) als Pfand einsetzen, um Geld zu bevorzugten Zinssätzen aus dem offiziellen Kreditfenster in Frankfurt zu beziehen."

Pritchard meint, daß die von der Ratingagentur Moody's veröffentlichten Daten den Verdacht zu bestätigen scheinen, daß die Behörden der EU eine heimliche Rettungsaktion des spanischen Hypotheken- und Bankensystems durchgeführt habe. Das liefe auf eine "tatsächliche Schließung der Kapitalmärkte hinaus, womit ein Malheur wie bei Northern Rock in Großbritannien und Countrywide in den U.S.A. vermieden werden sollte."

Was geht hier wirklich vor? "Die helfen der britischen Königsfamilie aus der Patsche", kommentierte Lyndon LaRouche den Bericht. Er verwies auf die Banco Santander Central Hispano - die größte Bank in Spanien - und ihrem Mehrheitseigner, die Royal Bank of Scotland, als die eigentlichen Kräfte hinter der spanischen Hypothekenblase. Pritchard würde das jedoch nie zugeben - das hieße ja in unzulässiger Weise der Königsfamilie nahetreten. "Dies würde er nicht tun", bemerkte LaRouche, "aber all die Banken, die davon betroffen sind, hängen entweder direkt oder indirekt mit der Santander-Operation zusammen." Die entscheidende Tatsache sei, daß das Weltfinanzsystem am Ende ist, und daß es derzeit unmöglich wäre, zu bestimmen, wem was gehört, da alle Wertpapiere mit Derivaten x-fach "übersichert" sind.

Pritchards Aufgabe ist es, die Finanz- und Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten für die anglo-holländische Oligarchie zu verfolgen, insbesondere auch den Einfluß von Lyndon LaRouche. In Pritchards Äußerungen finden sich jedoch auch dieselben Worte wieder, die bisher nur Lyndon LaRouche wählte: daß der "Eurozone ein eindeutiger Kreditgeber letzter Instanz fehle." Also werde die Politik von den Zentralbanken gemacht, in diesem Fall "verkappt" durch die EZB, meint Pritchard.