Cholera verbreitet sich in Simbabwe
26. November 2008 • 04:35 Uhr

In Simbabwe haben sich laut WHO etwa 6000 Menschen mit Cholera angesteckt, wovon etwa 300 bereits starben,
berichtet der Guardian. In neun der zehn Provinzen wurden Cholerafälle gemeldet, wobei die Sterblichkeitsrate wegen fehlender Medikamente und ärztlicher Versorgung bei über 1% liegt und damit als Katastrophenfall gilt. Die Choleraepidemie wurde durch den Zusammenbruch der Wasserversorgung und Sanitärversorgung verursacht.

Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter, der zusammen mit Kofi Annan und Graça Machel, der Frau von Nelson Mandela, vergeblich versuchte ein Visum für Simbabwe zu bekommen, um die Situation vor Ort zu untersuchen, erzählte Journalisten: "Die gesamte grundlegende Infrastruktur ... ist zusammen gebrochen. Es gibt Anzeichen, daß
die Krise in Simbabwe viel größer und viel schlimmer ist, als wir uns das je hätten vorstellen können."

Inzwischen ist die Wirtschaft zusammengebrochen und das
Gesundheitssystem steht kurz vor dem gleichen Schicksal. Vier große Krankenhäuser, einschließlich zwei in der Hauptstadt Harare, haben, wegen mangelnder Versorgung mit Wasser und Material, ihre Türen für neue Patienten geschlossen. Selbst schwangere Frauen die einen Kaiserschnitt bräuchten, werden
abgewiesen.

Das ist das brutale Resultat von Wirtschaftssanktionen gegen
ein Land der Dritten Welt, das gewagt hatte, mit einer Landreform die ungerechten Besitzverhältnisse zugunsten der Bevölkerungsmehrheit zu verändern. Dies ist bewußter Völkermord und die Verantwortlichen sitzen in London. Die koloniale Erpressungspolitik der Briten und ihrer europäischen Nachäffer muß sofort beendet werden. Simbabwe braucht wie alle
anderen Länder Afrikas eine moderne Infrastruktur, wobei die Trinkwasser- und Energieversorgung an erster Stelle stehen müssen. Und das wären Bereiche in denen die deutsche Industrie, ob Maschinenbaufirmen, Zulieferfirmen der Autoindustrie oder diese selber neue Geschäftsfelder entwickeln könnten. So
werden die Menschen in Deutschland und auf dem afrikanischen Kontinent gleichermaßen geschützt. Die Menschen kommen zuerst!