Trotz all der Lippenbekenntnisse, Kommuniqués und Gipfeltreffen der G20, die sich der
Schaffung von „Regeln für die Finanzmärkte“ widmeten, wuchs die Derivatblase
munter weiter, sowohl in Nominalwerten als auch „Außenständen“. Auf gut
deutsch: Das Bankensystem, das die großartigen politischen Entscheidungsträger der
westlichen Welt mit dem Geld ihrer Steuerzahler retteten, ist heute noch
bankrotter als 2007.
Nach Zahlen des amerikanischen „Comptroller of Currency“ betrug der Nominalwert der
Derivatkontrakte von US-Banken im 3. Quartal 2009 $204 Billionen. Das ist das 14-fache des amerikanischen BIP. Im Juni 2007 waren es „nur“ $152 Billionen. 97% dieser Kontrakte werden von den fünf größten US-Banken gehalten: JP Morgan,
Goldman Sachs, Bank of America, Citibank und Wells Fargo.
Denjenigen, die immer noch behaupten, bei den Nominalwerten handle es sich nur um eine Fiktion, sei geraten, sich einmal die Außenstände der Banken anzuschauen, welche von diesen selbst als „gefährdet“ eingestuft werden. Im 3. Quartal 2009 bezifferten die amerikanischen Banken ihr Risiko auf 484 Billionen Dollar, während es im Juni 2007 $199 Billionen waren. Bei den vier größten US-Banken machten die offenen Derivatpositionen 371 % ihres Eigenkapitals aus.
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat für dieses
Wochenende Zentralbanker und Privatbankiers zu einem Notstandstreffen zum
Thema: “Ausufernde Risiken“ eingeladen. Aber ein dramatischer Kurswechsel ist
von diesen Herrschaften kaum zu erwarten.
Es bleibt bei der einzigen Möglichkeit einer Lösung: Ersatz des bankrotten
monetären Systems durch ein Kreditsystem souveräner Nationalstaaten, welches
auf langfristigen Handelsabkommen und festen Wechselkursen basiert. Und um das
durchzusetzen und die Macht der internationalen Finanzoligarchie zu brechen,
braucht es die Zusammenarbeit der vier mächtigsten Nationen: USA, Rußland,
China und Indien.
VIDEOS ZUM THEMA
Min
Min
AKTUELLES ZUM THEMA
Audio
EMPFEHLUNGEN
Artikel von Zepp-LaRouche
Min


