Düstere Realität der Wirtschaftsdepression

Diejenigen, und allen voran die Bundesregierung, die tagtäglich der Öffentlichkeit den angeblichen "Aufschwung" schmackhaft machen wollen, sind gerade eben durch ganz einfache Tatsachen der Schwindelei überführt worden. Pikanterweise kommen die Enthüllungen vom Bundesamt für Statistik, das ja selbst eine offizielle Stelle ist. In seinem Bericht für das Jahr 2006 weist das Amt darauf hin, daß gegenüber dem Jahr davor die Zahl der Sozialhilfeempfänger um 8 Prozent angestiegen ist, das sind immerhin etwa eine Viertelmillion Bürger. Private Insolvenzen sind 2006 gegenüber 2005 sogar um 50 Prozent hochgeschossen, von 68 000 auf 92 000. Bei all dem muß man daran denken, daß Zahlen für 2007 noch nicht vorliegen.

Für 2007 hat das Amt, das den vollen offiziellen Bericht darüber erst im Herbst 2008 vorlegen wird, bereits einen alarmierenden Anstieg der Inflation beobachtet, der in den letzten Monaten besonders den privaten Verbraucher, zumal bei den Kosten für Ernährung, getroffen hat. Im Jahresvergleich zum September 2006 zeigt der September 2007 bereits einen Anstieg der Preise für Getreide, Saatgut und Futtermitteln um 62,9 Prozent. Im Juli stiegen die Preise in dieser Kategorie an um 6,8 Prozent, im August um 15,1 und im September um 14,4 Prozent. Bei Vieh und landwirtschaflichen Erzeugnissen lag der Anstieg bei 33,8 Prozent, und bei Milch und Milchprodukten, Eiern und Lebensmittelöl ist ein Anstieg um 18,8 Prozent verzeichnet.


Reichsmarknote aus der Weimarer Hyperinflation 1923
Angesichts der jüngsten Preisentwicklungen im gesamten Verbrauchermarkt sind solche Scheine vielleicht bald wieder an der Tagesordnung...

Der Druck auf die Preise, die dann der Endverbraucher beim Lebensmittelkauf bezahlt, ist enorm. Seit Februar und vor allem seit Juni, beschleunigt sich die Inflation merklich. So stiegen Preise für Milch/Milchprodukte (Käse z.B.) im Juni um 2,7 Prozent, im Juli um 2,1 Prozent, im August sogar um 5 Prozent-seit Februar insgesamt um 17 Prozent. Experten erwarten einen weiteren Anstieg um mindestens 50 Prozent für die kommenden 12 Monate.

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