Erste Umfrage in Texas zeigt Chancen für Kesha Rogers
27. Juli 2010 • 08:33 Uhr

Vor kurzem wurden die ersten Umfrageergebnisse zu den diesjährigen Wahlkämpfen zum US-Kongreß in Texas veröffentlicht. Die Resultate für Kesha Rogers, der Kandidatin der Demokratischen Partei für den 22. Kongreßwahlkreis, sorgen in „offiziellen" Kreisen beider Parteien für große Aufregung. Der Umfrage nach, über die auf einer Webseite „The Skeptical Michigander" berichtet wurde, liegt Rogers nur um 13% hinter dem Amtsinhaber Pete Olson. Rogers kompromißloser Einsatz für den Erhalt und die starke Ausdehnung der bemannten Raumfahrt - in völligem Gegensatz zum Weißen Haus - und ihr Eintreten für die sofortige Amtsenthebung des Präsidenten sind die Gründe, warum viele Texaner ihre Kampagne unterstützen. Die dem LaRouche-Flügel der Demokratischen Partei angehörende Rogers, hatte im März die Vorwahlen mit 53 % der Stimmen gewonnen und die von der Parteibürokratie unterstützen Kandidaten weit abgeschlagen. 

Mehrere führende demokratische Politiker berichteten, sie hätten von der Umfrage gehört, die wahrscheinlich von der Republikanischen Partei durchgeführt worden war. Ein Wahlkampfexperte der Republikaner in Harris County sagte nur, er sei überrascht und nicht sehr glücklich über das Resultat. Er räumte ein, das Rennen würde wohl noch enger werden, wenn Olson nicht stärker gegen Obama auftrete - was aber unwahrscheinlich sei. Alle Beobachter stimmten zu, daß Obamas wachsende Unbeliebtheit zum Hauptfaktor der Wahlen im November 2010 geworden ist.

Diese Stimmung gegen Obama, die Rogers' Unterstützer sogar jüngst auf dem Landesparteitag der Demokraten in Texas feststellten, manifestierte sich auch in der Entscheidung des Gouverneurskandidaten der Demokraten, Bill White, seine Wahlkampfplanung nicht auf gemeinsame Auftritte mit Obama umzustellen, wenn dieser im nächsten Monat Texas besucht. In seiner Rede auf dem Parteitag hatte White Obama mit keinem Wort erwähnt.