Der über 80jährige US-Bürgerrechtler Nat Hentoff, der seit den 60er Jahren gegen Polizeistaatsmaßnahmen kämpft, schrieb am 19.8. einen Beitrag für den Jewish World Review mit dem Titel „Jetzt habe ich doch Angst vor einer Regierung im Weißen Haus". Darin heißt es:
„J. Edgar Hoovers Jagd auf Reporter, die ihn, wie ich, ihn kritisierten, konnte mich nicht einschüchtern. Ich zögerte keine Sekunde, auf die Aushöhlung der Bürgerrechte durch Bush und Cheney zu schimpfen. Aber jetzt sitzt doch eine Regierung im Weißen Haus, die mir Angst macht. Die von Präsident Obama betriebene Gesundheitsreform sieht vor, daß ein Bundesgremium (ähnlich dem britischen Modell) - das Center for Health Outcomes Research and Evaluation in einer laufenden Gesetzesvorlage der Demokratischen Partei - darüber entscheidet, ob Ihre Lebensqualität... es verdient, daß man Sie mit öffentlichen Geldern am Leben erhält. Achten Sie in der endgültigen Gesetzesvorlage auf diesen Passus, der über Leben und Tod entscheidet." In dem laufenden Konjunkturprogramm sei diese Herangehensweise schon enthalten. In seinem Artikel zitiert Hentoff den Hauptvertreter dieser Linie, den Gesundheitsberater des Weissen Hauses, Dr. Ezekiel Emanuel, sowie Charles Lane von der Washington Post und den Anti-Euthanasie-Aktivisten Wes Smith, um sein Argument zu belegen.
Hentoff schreibt abschließend: „Egal, was der Kongreß tut, wenn er aus der Sommerpause zurückkehrt, Rationierung ist letztendlich ein grundsätzlicher Bestandteil von Obamas Gesamtkonzept für das Gesundheitswesen."
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