Gaskonflikt Rußland-Ukraine: welche Rolle spielen Cheney und Soros?
17. Januar 2009 • 16:22 Uhr

Der stellvertretende Chef von Gasprom, Alexander Medwedew, wies bei einer Telefonpressekonferenz am 14.1. auf eine Vereinbarung über Strategische Sicherheit vom 19.12.2008 zwischen der Ukraine und den Vereinigten Staaten hin. Medwedew sagte, man kenne nicht alle Details, aber es sei bekannt, daß es darin eine Klausel gibt, die die Durchlieferung von Gas betreffe. Dies sei sehr verdächtig und man könne daraus Schlüsse ziehen für das verantwortungslose Verhalten der Ukrainer in der Gaslieferfrage. In dem Abkommen ginge es u.a. um enge Zusammenarbeit der Vertragsparteien bei der Modernisierung und Aufrechterhaltung der ukrainischen Gas-Transitinfrastruktur. Dem Vernehmen nach soll es auch um die Lieferung von Nuklearbrennstoffen gehen. Man wolle auch die Entwicklung ukrainischer Regionen, einschließlich der Krim, Entwicklung und Sicherheit stärken, insbesondere mit Öffentlich-Privaten-Partnerschaften (PPP) auf regionaler Ebene.

Ein kürzlich erschienener Artikel in Novosti berichtete unter dem Titel": 'Ein Abkommen für Zusammenarbeit zwischen Kiew und Washington', die USA würden Ukraines veraltete Leitungen modernisieren und könnten dafür die Kontrolle über das gesamte Netz erhalten. Novosti zufolge reagierte Ministerpräsidenten Timoschenko darauf sehr defensiv und stritt dies ab. Die Ukraine werde weder die Kontrolle über das Pipelinenetz aufgeben und an ausländische Kreise übertragen, noch dieses privatisieren.

Einen Monat nach dem inszenierten Angriff auf Südossetien hatte US-Vizepräsident Cheney die Ukraine besucht, am 19. September reiste dann der ukrainische Präsident Yuschenko zu Bush. Nach dem fehlgeschlagenen Versuch, Georgien und die Ukraine schnell in die NATO aufzunehmen, der am Widerstand der meisten anderen NATO-Staaten scheiterte, erschien das amerikanisch-ukrainische Abkommen als eine Art Ersatz.

Schon am 26.April 2006 hatte George Soros, der sowohl in Georgien als auch in der Ukraine großen Einfluß besitzt, in einem Aufruf in der Financial Times zum „Gaskrieg"gegen Russland aufgerufen. Europa müsse sich zusammentun. Europa in der Rolle des Konsumenten solle seine Rolle als Markt für Russland einsetzen und das russische "Monopol und die gegenwärtigen abwegigen Verträge ins Wanken bringen," um eine neues "Kräftegleichgwicht" zu schaffen. Solange Russland alles dominiere, bestimme es die Richtung, aber wenn die europäischen Nationen zusammenhielten, könnte das geändert werden.

Mit diesen Methoden der geopolitischen Sabotage soll nicht nur das Verhältnis zwischen den europäischen Nationen und Rußland, sondern auch das zwischen den USA und Rußland im Interesse imperialer Finanzinteressen unterminiert werden.

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