IWF-Chefökonom diktiert Senkung des Lebensstandards, um bankrottes Euro-System zu retten
2. Februar 2010 • 12:26 Uhr

Der Chefökonom des IWF, der Neokeynesianer Olivier Blanchard , ein enger Freund von Obama-Chefberater Larry Summers, verlangt von den schwächsten Ländern der EU, drastisch die Löhne zu senken, um den Euro zu retten. In einem Interview mit der französischen Zeitung Les Echos am 2. Februar betonte Blanchard, die Vorteile und Nachteile der gemeinsamen Währung seien ja von Anfang an klar gewesen.  Natürlich hätte aber solch eine Währungsunion "ihren Preis, wenn sie asymmetrischen Schocks ausgesetzt ist. Die normalen Regeln durch die Veränderung der Wechselkurse (Auf- und Abwertungen, d.R.) funktionieren nicht mehr." Blanchard behauptet: "In den letzten fünf, sechs Jahren lief alles gut. Heute haben wir eine Krise, mit Portugal, Spanien und Griechenland in ernsthaften Schwierigkeiten. Das bedeutet, es sind sehr schmerzhafte Anpassungen zu treffen.... Zur Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit sind schwere Opfer notwendig, z.B. Lohnkürzungen."

Bereits in der Septemberausgabe 2009 des IWF-Magazins "Finanzen und Entwicklung" hatte Blanchard die europäischen Regierungen dazu aufgefordert, die Ausgaben für Gesundheitsversorgung zu kürzen. Man könnte sich weitere Rettungspakete leisten,  wenn "gleichzeitig strukturelle Maßnahmen ergriffen werden, um das künftige Wachstum der staatlichen Leistungen einzudämmen - egal, ob das steigende Gesundheitsausgaben betrifft oder den Effekt alternder Bevölkerungen auf die Rentenzahlungen. Daher lohnt sich dieser Tausch." Blanchard führte dann  IWF- "Schätzungen" an, denen zufolge "die steuerlichen Belastungen durch zukünftige Steigerungen der staatlichen Leistungen das zehnfache der Kosten beträgt, die den Steuerzahler die Krise gekostet hat." Deshalb, so seine Forderung, könnten sich die Regierungen selbst mit einem "moderaten Schnitt in der Wachstumsrate der Leistungskataloge" viel Spielraum schaffen, "um die Stimulierungsprogramme fortsetzen zu können"!

Das ist in der Tat das Hauptanliegen der imperialen Finanzoligarchie: weiteres Cash für bankrotte Banken und Spekulanten zu beschaffen, koste es, was es wolle. Die einzige Alternative, bei der die Menschen und das Gemeinwohl im Mittelpunkt steht, ist eine geordnete Bankrottreorganisation nach dem LaRouche-Plan und ein globales Wiederaufbauprogramm souveräner Nationen mit modernsten Technologien: Erst kommen die Menschen!