Jemenitischer Minister stellt "Londonistan" bloß
8. Januar 2010 • 13:46 Uhr

Während der amerikanische Präsident sich in Allgemeinplätzen über das Beinahe-Attentat von Detroit erging - dessen Zielrichtung aufgrund der Ausführung Beobachter mittlerweile hinterfragen -, erklärte der stell. jemenitische Preminierminister für Verteidigung und Sicherheit, Rshad Al Alimi, in einer Pressekonferenz am 7. Januar in Sanaa unmißverständlich, daß Umar Farouk Abdulmutallab "für Al Quaida in London" rekrutiert worden sei.

Viele internationale Medien berichteten darüber, so u.a. das Wall Street Journal, der Londoner Guardian und CNN. Al Alimi sagte laut CNN über Abdulmutallab: "Dieser Nigerianer kam zwischen 2004 und 2005 nach Jemen, um Arabisch zu studieren. In dieser Zeit unterhielt er keine Beziehungen zu Extremisten und Radikalen. Ab 2005 wurde er in extremistische Elemente in Großbritannien integriert." Al Alimi berichtete, die jemenitischen Behörden seien weder von britischer noch amerikanischer Seite darüber informiert worden, obwohl Großbritannien ihm 2008 deswegen die Wiedereinreise verweigert hatte. Als er 2009 nach Jemen kam, sei er dann mit dem religiösen Ideologen Al-Awlaki, der mit Al Quaida in Verbindung stehe, in Verbindung getreten.

Während sich einige britische Zeitungen darüber aufregten, schrieb hingegegen z.B. die Sun: "Die Behauptung, daß der Sohn des wohlhabenden Bankiers zuerst hier von Al Quadia Netzwerken rekuritiert wurde, unterstreicht die Tatsache, daß Großbritannien ein - nicht beneidetes - Zentrum des islamischen Terrorismus ist. Unser Hauptstad ist weltweit bei Geheimdiensten als Londonistan bekannt, wegen der großen Anzahl ausländischer Jihaddisten, die in Großbritannien Zuflucht finden". Sie würden mit der Begründung nicht ausgewiesen, in den Heimatländern drohe ihnen Folter.

Rshad Al Alimi, so die "Sun" weiter, habe bei seiner Pressekonferenz darauf hingewiesen, daß Abdulmutallab in Großbritannien die beste Behandlung genossen habe. Er hatte eine britische Schule in Togo besucht und nach seinem Aufenthalt in Jemen ab September 2005 sein Studium der Ingenieur- und Finanzwissenschaften am angesehenen University College London aufgenommen, während er in der Luxuswohnung seines Vaters in Westminster wohnte. Während seines Aufenthalts in London sei Abdulmutallab regelmäßig in die East London Moschee in Whitechapel, gegangen, die immer wieder dafür kritisiert worden sei, daß dort Hardliner predigten.

Am 6.1. berichtete der Daily Telegraph, die Obama-Regierung sei von britischer Seite über Abdulmutallab informiert worden, was US-Kreise erst bestritten, dann aber zugeben mußten.  Lyndon LaRouche bezeichnete den Bericht des Telegraph als sehr wichtig. Er stellte den Artikel in Zusammenhang mit der innerbritischen Auseinandersetzung um die bevorstehenden Wahlen. Der frühere Preministerminister Tony Blair und und die britischen Fabianer hatten mit Lügen und schmutzigen Methoden den Irakkrieg vom Zaun gebrochen.  Sie stehen dem US-Präsidenten sehr nahe, wie sich z.B. an der gemeinsamen Ausrichtung in der Gesundheitspolitik zeigt.