Der amerikanische Ökonom und Staatsmann Lyndon LaRouche machte am 6. Juli zu Beginn der Internet-Fernsehsendung Weekly Report des LaRouche-Aktionskomitees (LPAC) eine Ankündigung, die seine konkrete Rolle für den Wiederaufbau der USA in der Zeit nach Obama verdeutlicht.
LaRouche verwies auf seinen Dialog mit führenden US-Ökonomen sowie Vertretern aus China, Rußland und Indien am 29. April. Das von ihm in dieser Veranstaltung skizzierte Programm bilde die Grundlage einer Vereinbarung, die sofort greifen werde, wenn US-Präsident Barack Obama auf verfassungsgemäße Art und Weise aus dem Amt entfernt sei. LaRouche begann:
„Diese besondere Veranstaltung hat sich als eine der wichtigsten strategischen Entwicklungen der jüngsten Zeit erwiesen, weil sie nicht nur für diese [anwesenden] Personen, sondern für Institutionen allgemein ein Muster gesetzt hat, was folgen würde, wenn Präsident Obama rechtzeitig abgesetzt wird oder abdankt.
Unter diesen Bedingungen, die mir gut bekannt sind, würde ich in einer Regierung nach Obama eine Schlüsselrolle spielen - nicht als Regierungsmitglied, sondern als Berater mit vielfältigen Verbindungen, bei dem viele Fäden zusammenlaufen, um Rat zu geben, wie wir die Welt aus diesem akuten Schlamassel herausholen.
Das Gefährliche dabei ist: Wenn das nicht irgendwann zwischen Ende Juli und Ende September geschieht, werden die Vereinigten Staaten zerfallen. Westeuropa wird wahrscheinlich noch vor den Vereinigten Staaten zerfallen. Die ganze atlantische Region wird sich in Auflösung befinden. Und als Folge des fortgeschrittenen Zusammenbruchs der Weltwirtschaft im transatlantischen Bereich wird dann auch der transpazifische Bereich und die Region des Indischen Ozeans kollabieren. Das würde ein langes finsteres Zeitalter nach sich ziehen, nach dem wir wahrscheinlich statt [jetzt] 6,8 Milliarden weniger als 2 Milliarden Menschen auf diesem Planeten haben werden. Darauf läuft es hin."
Während der einstündigen Sendung kam LaRouche noch wiederholt darauf zu sprechen, mit welchen Aufgaben man ihn betrauen werde, um eine erfolgreiche Erneuerung der Weltwirtschaft zu leiten - angefangen mit der Wiedereinführung von Glass-Steagall-Maßnahmen und dann der Ausgabe großer Mengen staatlich abgesicherten Kredits für den Wiederaufbau der amerikanischen Realwirtschaft. Er führte aus:
„Wenn wir erst das ganze wertlose Geld ausgemerzt haben und uns an die Maßstäbe von Glass-Steagall halten, wird die Bundesregierung in der Lage sein, die Vergabe von Kredit zu autorisieren, mit dem wir eine Reihe von Programmen beginnen: Wir können Banken, die eigentlich bankrott sind, unter staatlichen Sanierungsschutz stellen; wir können diese Banken wieder solvent machen, indem wir ihnen treuhänderisch Bundesgelder leihen, damit sie ihre Geschäfte weiterbetreiben. Wir werden Richtlinien haben, wofür sie dieses Geld verwenden werden. Das wird hauptsächlich für Infrastrukturprojekte sein, die notwendig sind, um allgemein die Industrie und Landwirtschaft auf- und auszubauen. Das sollte die Priorität sein. Wir werden es [die Kredite] auch für andere notwendige Dinge verfügbar haben, um den wirtschaftlichen Aderlaß zu beenden.
In diesem Zeitraum haben wir jetzt noch die Chance, die Vereinigten Staaten zu retten; und wenn wir die USA retten, kann ich dafür garantieren, daß Länder wie Rußland, China und Indien dabei unsere Partner sein werden. Wenn es rechtzeitig geschieht, rettet man auch Deutschland und Frankreich - der gegenwärtige französische Präsident ist jetzt in einer unsicheren Position, er könnte ausgetauscht werden -, und es gibt Kräfte in Italien, die dabei nützlich sein werden." Von Seiten Asiens würden sich Südkorea, Japan und andere Länder am Pazifik und am Indischen Ozean beteiligen wollen.
LaRouche weiter: „Mit dieser Kombination, verbunden mit bestimmten Ländern in Europa und mit den USA, haben wir die Voraussetzungen, um das System zu retten. Es ist unsere letzte Chance... Meine Rolle bei all dem wird nicht sein, Präsident zu werden - schließlich werde ich am 8. September 88 Jahre alt, und das ist für mich nicht mehr eine angemessene Berufsperspektive. Aber ich habe für diese Situation das Wissen, das anderen fehlt, und ich pflege eine Zusammenarbeit mit Leuten in verschiedenen Ländern, so daß ich mir sehr deutlich eine wahrscheinliche Kettenreaktion der Erholung vorstellen kann, sobald Obama aus dem Amt ist. Und ich habe eine ganz spezifische Rolle dabei zu spielen, die wirtschaftliche Seite dieser Erholung zu organisieren."
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