Lyndon LaRouche und die LaRouche Jugendbewegung (LYM) beschlossen nach einer
Diskussion, eine neue Publikation herauszugeben (Auflage eine Viertelmillion),
die LaRouches Gesetz zum Schutz der Eigenheimbesitzer und Banken (Homeowners
and Bank Protection Act, HBPA), und seine zwei jüngsten Äußerungen zum Thema
Hyperinflation miteinander vereint.
"Das ist eine gute Idee", sagte LaRouche, "denn wir sind jetzt
an einem Punkt, an dem der Gegner die Sache so weit getrieben hat, daß die Zeit
reif ist für das "Zwei-Stufen-System". Und das bedeutet, daß die Zeit
ebenfalls reif ist für die damit zusammenhängende nächste Phase, die dann zu
einem internationalen Abkommen führen soll; ein Währungsabkommen, anfangs mit
den vier Schlüsselstaaten: USA, Rußland, China und Indien."
LaRouche warnte vor der Annahme, daß die Situation schon festgezurrt sei,
daß die jetzigen Trends die Realität wären. "Die Dinge werden sich rasch und
radikal verändern."
Er wies das Gerede und die Hysterie, die von "ernst zu
nehmenden" Quellen über das Anheben oder Absenken der Zinsen kommt,
zurück, und erläuterte sein eigenes Konzept eines zweistufigen Systems.
"Die haben Unrecht. Ich schlage nicht vor, daß wir lediglich einen Schritt
rückwärts tun, zurück zu höheren oder niedrigeren Zinsen. Ich schlage ein
Zwei-Stufen-Modell vor, das die verantwortlichen Stellen in die Lage versetzt,
etwas mehr Kontrolle über diesen Kollapsprozess zu erlangen. Das ist eine
völlig andere Sache, als nur das Anheben oder Senken von Zinsen."
"Man sollte die Zinsen für die ausufernden Spekulationsgeschäfte anheben,
aber die Zinsen für bestimmte, der Binnenwirtschaft förderliche Dinge, auf das
Niveau des Aufschwungs unter Roosevelt senken. Streng gehandhabte
Vergünstigungen. Wir brauchen also eine strenge Regulierung im Stil von
Roosevelt. Die Leute werden merken, daß Kredite für ungebundene Zwecke sehr
teuer werden, wohingegen das Geld, das für rechtmäßige (produktive) Zwecke
eingesetzt wird, wesentlich billiger sein wird. Im Augenblick ist es genau
anders herum und das ist das Problem."
Für die so genannten Experten in den Institutionen und Medien fand er klare
Worte: "Diese Typen sind alle verrückt. Der Hauptpunkt dabei ist, daß die
zu debattierende Agenda neu definiert werden muß. Sie müssen verstehen, daß wir
ein internationales Zwei-Stufen-System brauchen. Ein einfaches System (wie
bisher) kann auf keinen Fall funktionieren."
"Die bevorzugten Bereiche würden einen niedrigen Zinssatz bekommen,
vergleichbar dem in den 1930er Jahren. Diejenigen, die Spekulation betreiben,
statt in langfristig festgelegte Investitionen, werden einen Leihzins über dem
des Marktes bezahlen müssen. Mit anderen Worten, wir werden den Spekulanten das
Wasser abgraben. Früher oder später werden viele der Spekulanten einen Großteil
dessen, was sie heute als Wertpapierbestände bezeichnen, abschreiben müssen,
denn real haben sie nie etwas verdient. Wenn man die Bestände dann wieder
ausbilanzieren will, muss man eine Menge dummes Zeug aus den Büchern
streichen."
"Und das sollte auf ruhige und geordnete Art und Weise durchgeführt
werden. Zuerst sollten wir ein Zwei-Stufen-System
einrichten, das durch seine ganz eigene Form hilft, den Gesundungsprozeß zu unterstützen.
Dann plant man ein internationales Abkommen über ein neues Weltfinanzsystem, das
das jetzige Finanzsystem ersetzt, jedoch unter Bedingungen der Reorganisation.
Dann gibt es auch keine Diskontinuität. Wenn wir schnell handeln, können wir
einen Zusammenbruch verhindern, der eine unkalkulierbare und sehr ernstzunehmende Gefahr darstellt. Deshalb brauchen wir einen geordneten Ablauf. Wir müssen
zügig zu einem neuen Kontrollsystem gelangen, das auf einem zweigleisigen
System basiert. Das muß mit internationalen Abkommen über ein neues
Finanzsystem gekoppelt werden, mit festen Wechselkursen, welche in etwa den
heutigen Währungsbewertungen entsprechen. Und von dort müssen wir uns unseren
Weg weiter bahnen."