Pressestimmen: Präsident Obama wird als "Verlierer" abgeschrieben
17. August 2010 • 17:19 Uhr

Am 15. August erschien ein Artikel des britischen Kolumnisten Nile Gardiner im "Daily Telegraph" unter der Überschrift "Der erstaunliche Abstieg von Barack Obama: 10 entscheidende Gründe, warum sich die Obama-Präsidentschaft in der Kernschmelze befindet". Zum selben Thema schrieb auch Frank Rich, Kolumnist der liberalen New York Times für den am 19. August erscheinenden New York Review of Books: Der "politische Konsensus über Obamas Präsidentschaft im Juni 2010" laute "dem Untergang geweiht". Das BP-Öl-Disaster sei bestens als Metapher für Obamas Präsidentschaft geeignet. Und die neokonservative "New Republic" illustrierte ihre Titelgeschichte am 16. August mit Obama als dem aus dem Himmel fallenden Ikarus. Für den Chefredakteur der New Republic, John Judis, steht fest: "Was zu Obamas politischem Untergang führte, war die Art, wie er in den ersten sechs Monaten seiner Präsidentshcaft mit der Finanzkrise umging." Als er in das Amt eingeführt wurde, war die Finanzkrise voll im Gang und die Öffentlichkeit "befand sich Aufruhr. Aber anstelle diese gegen die Geldwechsler zu organisieren, wie Roosevelt das bei seinem Amtsantritt tat, machte Obama, die gesamte Öffentlichkeit dafür verantwortlich...". Obama sei ein "blutleerer" Führer, unter der Kontrolle des Geithner-Summers-Teams und völlig abgekoppelt von den aufgebrachten Amerikanern. "Warum hat das Weiße Haus es nicht vermocht, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, daß es für sie kämpft? Der Hauptschuldige ist zweifellos Barack Obama ... Er war nicht der typische hemdsärmelige Demokrat aus dem arbeitenden Chicago, sondern die Sorte braver Liberalen in der Regierung, die die oberen Etagen vertreten..."

Lyndon LaRouche beantwortete den symptomatischen Artikel des Daily Telegraph, der international aufgegriffen worden war,  mit einer eigenen Erklärung "Telegraph punches Obama". Gardiner habe zwar recht, wenn er schreibe "Die letzten Wochen waren ein Alptraum für Präsident Obama, in einem Sommer des Mißvergnügens in den USA, der die regierenden liberalen Eliten aus dem Gleichgewicht gebracht hat...".  Jedoch liege er völlig falsch mit seiner Aussage, die anti-Establishment "Tea-Party-Bewegung" sei jetzt eine wachsende und mächtige politische Kraft in den USA. Zwar sei,  so LaRouche, die Tea Party im Massenstreikferment, wie es im August letzten Jahres zutage trat, ein wichtiger Faktor gewesen. In der Zwischenzeit sei aber die Bevölkerung abgestoßen worden durch die Erkenntnis, daß diese Bewegung sich als Instrument der Republikanischen  Partei und ihrer normalen parteipolitischen Plänkeleien erwiesen hätte. Weder in der Republikanischen Partei noch in der Tea Party Bewegung fänden die 80% der amerikanischen Bevölkerung eine Antwort auf das, was sie umtreibt, und was sie braucht. Die Menschen seien fast genauso aufgebracht gegen den demokratisch kontrollierten Kongreß wie gegen die Republikanische Partei.  Stattdessen gebe es eine völlig andere Art von Politik auf der Tagesordnung, die die Ereignisse bestimmen könnte. "Entscheidende politische Realitäten, und keine bizarren politischen Spielchen sind das, was die Bevölkerung zunehmend politisch aufwühlt. Das sollte niemanden überraschen, der bereit ist, sich den furchtbaren Fakten der Situation zu stellen. Ende der letzten Woche haben sich die anglo-amerikanischen Finanzinteressen, repräsentiert durch die globale Allianz der Wall Street und den Netzwerken der Inter-Alpha-Gruppe, sich in eine neue Phase der allgemeinen, globalen finanziell-monetaristischen Kernschmelze begeben, die bereits im Gange ist." 

(Die ganze Erklärung und ein Video zum Thema "Obamas gescheiterte Persönlichkeit" vom 12.8. finden Sie auf englisch unter [url:"http://www.larouchepac.com]www.larouchepac.com)