Der russische Premierminister, Wladimir Putin, hat am Montag den Startschuß für den Bau des neuen Wostotschny-Weltraumzentrums in Ostsibirien gegeben. Alle nötigen Gelder seien von der russischen Regierung bereitgestellt worden, um im nächsten Jahr mit den Bauarbeiten zu beginnen. Das neue Kosmodrom soll den alten Startplatz Baikonur in Kasachstan ergänzen und eventuell nach und nach auch ersetzen.
„Gestern spät in der Nacht, oder besser gesagt, heute morgen in aller Frühe hat die Regierung beschlossen, in den nächsten drei Jahren für den Bau des Wostotschny-Weltraumzentrums 24,7 Milliarden Rubel (ca. 680 Mio. Euro) bereit zu stellen." Das wäre die notwendige Grundlage für den Bau und „alles Weitere wird später geregelt", zitiert Ria Novosti den russischen Regierungschef.
„Ich hoffe der Wostotschny-Weltraumbahnhof wird das erste zivile nationale Weltraumzentrum, das Rußland die volle Unabhängigkeit für seine Aktivitäten im Weltraum sichern wird... Es ist wichtig daß das neue Kosmodrom Platz für alle zukünftigen Projekte bietet, für die bemannte Raumfahrt, den Bau neuer Trägerraketen und den Betrieb zukünftiger interplanetarer Stationen."
Die neue Anlage werde Investitionen in Rußlands fernen Osten leiten und die Industriekapazitäten in der strategisch wichtigen Region enorm erweitern, erklärte Putin weiter. Der Direktor des Raumfahrtministeriums Roscosmos, Anatoli Perminow, ergänzte, daß allein für den Bau 30 000 Arbeitsplätze geschaffen würden. Gebaut wird das Weltraumzentrum nahe Uglegorsk (Amur Bezirk), ca. 100 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt und soll ab 2015 in Betrieb genommen werden.
Die Bedeutung dieses Projektes für die Entwicklung Eurasiens kam bereits im September 2007 bei einer Konferenz des Schiller-Institutes in Kiedrich/Rheingau zur Sprache. Nachzulesen in dem Buch „Die Weltlandbrücke wird Realität" (E.I.R. GmbH Wiesbaden, 2008)
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