Die Musik für die neuesten technologischen Entwicklungen und wirtschaftliche Entwicklung spielt gegenwärtig klar in Asien, während Deutschland seine wertvollen wissenschaftlichen und technologischen Kapazitäten, völlig unnötigerweise weiter vor die Hunde gehen läßt. Jetzt hat z.B. Ägypten Südkorea darum gebeten, seine künftigen Ingenieure für Nukleartechnik auszubilden. Dieses Programm wird als Teil des koreanischen Unterstützungsprogramms für Entwicklungsländer durchgeführt. Ägyptische Ingenieure werden dann zwischen drei und fünf Jahren am Koreanischen Atomenergie-Forschungs-Institut in Daejeon ausgebildet werden. Korea hat seit 2001 über die Koreanische Internationale Kooperationsagentur (KOICA) mehr als 400 Kerntechniker aus Ländern wie Vietnam, Indonesien und Nigeria geschult.
Wie die südkoreanische Regierung bekanntgab, plant das Land auch, eine neue Wissenschaftsstadt südlich der Hauptstadt Seoul zu bauen, für die einige Unternehmen, darunter auch Samsung, bereits Verträge zur Ansiedlung unterzeichnet haben. In Sejong City sollen in den nächsten zehn Jahren etwa 460.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Stadtplanung geht von einer halben Million Einwohner aus. Insgesamt sollen für das Projekt dieses nationalen Wissenschafts- und Bildungszentrums private und öffentliche Gelder von etwa 10 Mrd. Euro investiert werden.
Vor 25 Jahren hatte die Vorsitzende der BüSo, Helga Zepp-LaRouche, bereits den Bau neuer Wissenschaftsstädte ("Cusanusstadt") gefordert. Die Landtagskampagne der BüSo in NRW wird dafür sorgen, daß auch in Deutschland der Kulturoptimismus wieder auf die Tagesordnung kommt.
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