Südkorea will 80 Kernkraftwerke bis 2030 exportieren
13. Januar 2010 • 17:33 Uhr

Offenbar ist der Bau von vier Kernkraftwerken in den Vereinigten Arabischen Emiraten und weiteren in Verhandlung befindlichen Kernkraftprojekten in Jordanien, Türkei, Rumänien und der Ukraine erst der Anfang der südkoreanischen Exportoffensive. Das Land will bis 2030 400 Mrd. $ an Aufträgen für sich sichern. Das entspricht dem Bau von 80 Kernkraftwerken und einem 20% Marktanteil, so das Ministerium für Wissensökonomie in einer Verlautbarung vom 13. Januar. Damit wäre Südkorea der weltweit drittgrößte Exporteur von Kernkraftwerken. Vor allem zielt man auf Länder ab, die den Kernkraftsektor neu entwickeln - wie Indonesien, Vietnam, Malaysia, Thailand und Länder des Nahen Ostens. Nach dem Autosektor, dem Halbleiter- und Schiffsbau komme nun der Kernkraftwerksbau.  

Aus den deutschen Industrieregionen, wie dem Saarland und dem Ruhrgebiet hört man derweile strikte anti-Kernkraftaussagen. Und ein Ministerpräsident Rüttgers predigt,  Deutschland müsse eine "wertkonservative Orientierung" einschlagen, und nicht mehr so "materialistisch" sein.  Da scheinen die Begriffe reichlich durcheinander geraten zu sein. Deutschland braucht endlich wieder eine Gewinn-Strategie, und die kann nur heißen: zurück zur Hochtechnologie und zum Wirtschaftsaufbau!