Vatikan-Klimakonferenz: Experten und Kardinäle üben vernichtende Kritik am IPCC und an der Britischen Regierung
28. April 2007 • 01:42 Uhr

27. April (EIRNS) - Am 26. April begann in Rom eine internationale Konferenz zum Thema Klimawandel, organisiert vom Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden (Justitia et Pax). Der Präsident von Justitia et Pax, Kardinal Raffaele Martino, erklärte gegenüber der Italienischen Tageszeitung Corriere Della Sera, die Initiative beabsichtige, Befürworter und Kritiker der These von der globalen Erwärmung zusammenzubringen. Während der ersten Sitzung brüstete sich der britische Umweltminister David Miliband, die Moral seiner Regierung in Umweltfragen sei sehr dicht an der von Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt dem XVI., und fügte hinzu, die Ziele der Britischen Regierung seien die gleichen, wie sie im Brundtland-Bericht, im Kyoto-Protokol und im letzten Bericht des WWF (World Wide Fund for Nature) beschrieben wurden.

Nach Angaben der Presseagentur Zenith wurde Miliband von Sprechern widerlegt, die ihn daran erinnerten, daß die Konzepte der Ökologie des Menschen, wie sie die Päpste Johannes Paul II. und Benedict XVI. ausdrückten, für demographisches Wachstum und für die Verteidigung der Familie seien, also genau das Gegenteil von Geburtenkontrolle und Entwicklungskontrolle, die der Brundtland-Bericht und der WWF als Lösungsvorschläge angeboten hatten.

Kardinal Martino persönlich beendete die erste Sitzung, indem er das Publikum daran erinnerte, daß die Vereinten Nationen jahrzehntelang falsche demographische Voraussagen veröffentlicht haben.

Der bekannte Wissenschaftler Antonino Zichichi, Vorsitzender der Weltverbandes der Wissenschaftler und Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften, unternahm es, den wissenschaftlichen Ruf des IPCC-Berichts auseinanderzunehmen. Zichichi betonte, die menschliche Aktivität mache nur ein Bruchteil der Emissionen aus, und die Modelle des IPCC seien inkohärent und unsolide. Bei den internationalen Seminaren in Erice in den Jahren 2004, 2005 und 2006, so Zichichi, seien die IPCC-Modelle wiederholt wegen ihres Ansatzes kritisiert worden. Es sei plausibel, daß der Mensch mit dem Klimawandel "überhaupt nichts zu tun hat". Viel wichtiger seien "die von der Sonne ausgestrahlte Energie und vulkanische Tätigkeit, die Lava und eine enorme Menge an Substanzen in die Atmosphäre spuckt". Innerhalb einer halben Million Jahre habe die Erde den Nordpol und den Südpol viermal verloren, sagte Zichichi. Globale Erwärmung geschehe nicht durch vom Menschen produziertes Co2, da Klimaveränderung viel eher von kosmischen Strahlungen abhänge.