Weitere Diskussion über Roosevelts Lösungsmethoden in Italien
8. Oktober 2008 • 16:46 Uhr

Während der Antrag von Senator Peterlini für den Vorschlag von LaRouche für ein "Neues Bretton Woods"-Finanzsystem im italienischen Senat weitere Unterstützung findet, verbreitet sich die Debatte in Italien über eine solche Rooseveltsche Lösung.  

Der in Mailand ansässige Bankier Francesco Micheli stellte in einem langen Interview mit der Wochenzeitung "Panorama" fest, daß die gegenwärtige Krise schlimmer sei als 1929. Damals habe Franklin Delano Roosevelt ein neues System geschaffen, wofür er sogar von einigen seiner Gegner als pro-kommunistisch angegriffen wurde. "Aber dieses Projekt hielt immerhin 70 Jahre lang und verhalf Amerika zur Größe". Schließlich sei damit auch "der Kommunismus" besiegt worden. Micheli kritisierte den Paulson-Plan. Dieser bedeutete eine massive Ausweitung der Finanzmasse mit sehr ernsthaften Konsequenzen für die amerikanische Ökonomie und die restliche Welt.

Der frühere Minister Paolo Cirino Pomicino, der sich schon früher für ein neues Weltfinanzsytem eingesetzt hatte, forderte in "Il Giornale", die Börsen eine Woche lang zu schließen, und währenddessen das Bankensystem zu reorganisieren. Währenddessen sollten solide Banken rekapitalisiert und neue Regeln erlassen werden.