Der US-Ökonom Lyndon LaRouche bezeichnete den gestrigen Schritt der Zentralbanken, koordiniert die Leitzinsen zu senken, als ein erneutes „Zeichen des Wahnsinns".
„Es ist ein Zeichen der Panik, aber auch das beste Rezept für Hyperinflation - das, was Deutschland 1923 erlebte, nur diesmal auf globaler Ebene." Das gleichzeitig bekanntgewordene Rettungspaket über eine Billion Dollar durch die britische Regierung kommentierte er damit, man wolle offenbar dort in die Zeit Edwards III, "zu den eigenen Wurzeln  ins 14. Jahrhundert zurück, ... in ein neues finsteres Zeitalter." US-Finanzminister Paulson gebe sich alle Mühe, dort als erster anzukommen. Heute wie damals hatten die Bankiers auf die ruinöse Fortführung ihres Systems gepocht.*
Inzwischen wurde bekannt, daß sowohl die Rettungspakete der USA und Großbritanniens viel größer sind, als öffentlich zugegeben sind. In Amerika gab die FED bekannt, daß sie auch unbesicherte Finanztitel in unbegrenzter Höhe in Zahlung nehmen werde. Das alleine sei schon eine Summe von 1,6 Billionen Dollar, so LaRouche. Niemand wisse, wie viele Derivatkontrakte in den Kellern der Finanzinstitute schlummern. Wenn der Staat auch dafür aufkäme, wäre man schnell in Dimensionen von Trillionen Dollar. LaRouche hat im Rahmen seines "Neuen Bretton Woods"-Konzeptes immer wieder betont, genau diese spekulativen Forderungen müssten als Gesamtkategorie vollständig aus den Büchern gestrichen werden und dürften nicht honoriert werden.
Auch in England besteht das Rettungspaket nicht allein im Aufkauf von Anteilen der acht größten Banken im Wert von 50 Mrd. Dollar (25 Mrd. Pfund Sterling) und zusätzlichen Kreditlinien in gleicher Höhe. Im „Kleingedruckten" findet man, daß darüber hinaus für bis zu 200 Mrd. Pfund fragwürdige Wertpapiere übernommen werden sollen, und zusätzlich noch 250 Mrd. Pfund an Refinanzierungskrediten den Banken zur Verfügung gestellt werden. Zusammen sind das anstelle der 50 Mrd. also 500 Mrd. Pfund Sterling, oder umgerechnet eine Billion Dollar.
* In Folge der Ausplünderung durch die Privatisierung der Staatseinnahmen kam es unter dem englischen König Edward III. im Jahre 1342 schließlich zum Staatsbankrott. Die anschließende Zahlungseinstellung ließ das gesamte damalige [url:"http://www.solidaritaet.com/neuesol/2008/10/finster.htm]Finanzsystem der lombardischen und Florentiner Banken zusammenbrechen, was eine hundertjährige Periode von Hunger, Seuchen, Kriegen und Wahnsinn (Flagellanten) auslöste, in der ein Drittel der europäischen Bevölkerung umkam. Erst während der Renaissance wurde dann das Prinzip des souveränen Nationalstaats in Frankreich und in England eingeführt, das das Gemeinwohl schützt.
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