
Der Bankier sagte, dass die Insolvenz der Westdeutschen Landesbank das weltweite Finanzsystem zum Einsturz gebracht hätte. Er unterstrich dabei, dass die gegenwärtige Krise schlimmer ist als alles was er erlebt hat.
Die nächste Bedrohung für das deutsche Bankensystem, die offensichtliche weltweite Auswirkungen haben wird, sind sogenannte Asset Backed Commercial Paper, eine Art verbriefter Forderung. Die Banken veräußern diese an Kunden wie Hedgefonds und andere Banken, die diese theoretisch in Notfällen einlösen können. Das Problem ist nur, dass die Banken weit mehr davon verkauft haben, als sie sollten. Der späteste Termin an dem die Hedgefonds und andere Kunden diese ABC-Ps einlösen können ist zwischen dem 13. und 15. September. Wenn es dann einen Ansturm auf die Banken gibt, wird das für sie unhaltbar sein.

Ein anderer hochrangiger Bankier teilte EIR und der BüSo mit, dass auch er von dem Schließen des zwischenbanklichen Geldmarktes gehört habe. Die Anordnung sei von der Europäischen Zentralbank (EZB) gekommen, damit diese Notkredite an einige in Not geratene Banken leiten könne.
Bloomberg Nachrichten berichtete inzwischen, dass die EZB den verzweifelt Geld benötigenden Banken in einer beispiellosen Aktion 94,8 Milliarden Euro lieh. Dies geschah nachdem die zwischenbanklichen Zinssätze auf den höchsten Stand in sechs Jahren gesprungen war.


