Mit einer bemerkenswerten Rede vor der UN-Konferenz „Dialog der Religionen" in New York setzte der israelische Präsident Shimon Peres ein hoffnungsvolles Zeichen für den Frieden im Nahen Osten. Vor allem drückte er seine volle Unterstützung für die arabische Friedensinitiative aus.
Peres gedachte am Beginn seiner Rede der Ermordung Yitzhak Rabins (4. November 1995): „Er wurde ermordet, während er das Lied des Friedens sang. Anschläge können vielleicht das Leben nehmen, aber nicht einen Traum zerstören. In dieser schicksalhaften Nacht standen wir zusammen auf dem Platz und sangen vom Frieden, der Sehnsucht meines Volkes seit Generationen. Dann folgten drei Schüsse.
Nichtsdestotrotz waren wir in unserer Verzweiflung nicht allein. Viele in der Welt, die Rabins Vision schätzten, kamen, um an unserer Seite zu stehen und unsere Trauer zu teilen. Arabische und moslemische Führer kamen und zu dieser Zeit schien es, daß der Schmerz Grenzen überwinden konnte.
Eine Tragödie hat die Söhne und Töchter aller Religionen verbunden. Unser geteiltes Leid warf Licht auf unsere gemeinsamen Hoffnungen, unseren Hunger nach Brüderlichkeit, den Traum vom Frieden, den wir in unserem Herzen nährten.
In unserer Region tragen die Kinder die Namen von Propheten, die uns alle heilig sind. Warum sollten Moses, Moshe und Musa, Avraham, Abraham und Ibrahim als Gegner aufwachsen und in Feindschaft? Wie unsere Propheten fragten: Haben wir nicht alle denselben Vater? Hat uns nicht ein Gott geschaffen? Warum handeln wir hinterhältig, jeder Einzelne gegen seinen Bruder, indem wir die Übereinkunft unserer Vorväter entweihen? Religion erfordert, daß wir die ewige Wahrheit, daß alle Menschen als Abbild Gottes erschaffen wurden, anerkennen. Einem Menschen Leid antun, ist gleichbedeutend damit, Gott selbst Leid anzutun. Wenn Atomwaffen, Langstrecken-Raketen, wahlloser Terror und fanatische Beweggründe die Tagesordnung bestimmen, müssen wir die Tagesordnung ändern.
Dies scheint heute eher durchführbar angesichts des Vorschlages der Saudis, der sich zur arabischen Friedensinitiative entwickelt hat. Das Bild, das diese Initiative für die Zukunft unserer Region malt, bringt Hoffnung für die Völker und erweckt Vertrauen in die Nationen. JA? Um die Welt zu verändern, müssen wir uns verändern. Die arabische Friedensinitiative besagt: ‚Eine militärische Lösung des Konfliktes wird den Frieden oder die Sicherheit der Parteien nicht erreichen'.
Israel stimmt dieser Annahme zu. Außerdem besagt die Initiative: ‚Ein gerechter und unfassender Frieden im Nahen Osten ist die strategische Option der arabischen Länder.' Dieses ist auch die Strategie Israels. Die Initiative fährt mit ihren Zielen fort: ‚... den arabisch-israelischen Konflikt als beendet zu betrachten und ein Friedensabkommen mit Israel zu schließen, sowie Sicherheit für alle Staaten dieser Region zu gewährleisten. Normale Beziehungen mit Israel im Zusammenhang eines umfassenden Friedens aufnehmen. Weiteres Blutvergießen zu beenden, den arabischen Länder und Israel ein Leben in Frieden und guter Nachbarschaft zu ermöglichen und für die zukünftigen Generationen Sicherheit, Stabilität und Wohlstand zu fördern.'
Diese Erläuterungen der arabischen Friedensinitiative sind inspirativ und vielversprechend, eine ernsthafte Öffnung für echten Fortschritt."
VIDEOS ZUM THEMA
Min
Min
Min
Min
AKTUELLES ZUM THEMA
EMPFEHLUNGEN
Artikel von Zepp-LaRouche
Min
Min

