Ohne Wissenschaft gibt es keine Zivilisation
20. August 2011 •

Von Lyndon LaRouche

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Lyndon LaRouche eröffnete den Weekly Report des LaRouche-Aktionskomitees am 27. Juli 2011 mit den folgenden Bemerkungen zur Bedeutung der Wissenschaft.

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Wir sind in einer Lage, in der die Wissenschaft in den Vereinigten Staaten und in Europa praktisch tot ist. Die wissenschaftliche Methode wird zerstört, und deshalb sind wir in einer Lage, in der wir die Naturwissenschaft und die mit ihr verbundenen Dinge auf andere Weise wiederbeleben und erhalten müssen.

Deshalb werden wir uns heute einen wichtigen Faktor vornehmen - eigentlich mehrere wichtige Faktoren, die zusammenhängen -, um die Dinge zu bestimmen, die verstanden werden müssen, damit dieses Wissen für die zukünftige Wissenschaft nicht verloren geht. Denn ohne sie gibt es keine Zivilisation. Und wir stehen jetzt kurz davor, unsere Zivilisation ganz und gar zu verlieren.

Und wenn wir versuchten, die Zivilisation jetzt neu zu starten, dann haben wir ein Problem,  daß nämlich die meisten Professoren da draußen wissenschaftlich inkompetent sind. Denn sie kümmern sich nicht mehr um die Wissenschaft; sie wollen sie nur steuern, ohne sie tatsächlich zu praktizieren. Und deshalb gibt es ein großes Schlamassel. Und es gibt zwei wesentliche Elemente in der wirtschaftlichen Praxis im allgemeinen und in der Wissenschaft im besonderen, die einfach vollkommen verloren gehen.

Wir haben es also mit etwas zu tun, das nicht weit weg ist. Es ist sehr wichtig. Und es ist sehr aktuell, sehr wichtig jetzt im Moment. In gewisser Weise scheint es verfrüht, aber das ist es nicht. Denn wenn wir nicht zur wirklichen Wissenschaft zurückkehren - und das bedeutet, Riesenschritte zu tun, um voran zu kommen -, werden wir nicht in der Lage sein, die Zivilisation zu retten. Selbst wenn wir den gegenwärtigen Kollaps der Weltwirtschaft, insbesondere in der transatlantischen Region, aufhalten, werden wir immer noch vor einer enormen Herausforderung stehen, wenn wir versuchen, Leute auszubilden, die jetzt vollkommen unausgebildet oder inkompetent ausgebildet sind.

Der einzige Weg, das zu tun, ist, an die Grenzen des wissenschaftlichen Fortschritts zu gehen, an die Grenzfragen. Denn es sind die Grenzen der Wissenschaft, an denen die Wissenschaft und die damit verbundene Praxis leben. Um die Wissenschaft zu erhalten und jetzt wieder aufzubauen, muß man in ihre fortgeschrittensten Bereiche gehen. Man braucht zwei oder drei Generationen in der Wissenschaft, um wissenschaftliches Potential zu schaffen. Wir müssen also einen Sprung nach vorn tun, zu den Dingen, die vielleicht ein oder zwei Generationen vor dem liegen, woran die Menschen heute denken. Das ist die Natur unseres Themas heute.

Es umfaßt solche Dinge, die esoterisch klingen, tatsächlich es aber gar nicht sind, wie die Dinge, über die wir heute etwas hören werden. Dabei geht es einmal um die Frage des Lebens; die andere Frage ist die Umkehrung der Zeit vom Standpunkt der Inkompetenz von Laplace - den er [Sky Shields] überhaupt nicht mag, weil er ein Schwindler ist. Aber das sind die Dinge, die heute in der Wissenschaft populär sind und an den Universitäten gelehrt werden - Universitäten, an denen sie Wissenschaft betreiben, ohne sie zu praktizieren. Sie tun nur so und rezitieren ihr Geschwätz, aber das ist keine wirkliche Wissenschaft, es geht ihnen um nichts.

Diese Frage also - die ontologischen Fragen in der Wissenschaft - müssen aufs Tapet gebracht werden. Und wir dachten, daß heute eine gute Gelegenheit ist, um eine vorläufige Einführung in die Wissenschaft der Zukunft zu geben.