LPAC-Mobilisierung: Amerikanische Lehrergewerkschaft unterstützt offiziell Rückkehr zu Glass-Steagall-Trennbankensystem
11. November 2011 • 19:17 Uhr

Die nationale Lehrergewerkschaft der USA, American Federation of Teachers (AFT), die 1,5 Millionen Mitglieder repräsentiert, hat eine offizielle Unterstützung für Marcy Kapturs Gesetzgebung H.R. 1489 ausgesprochen, die die Rückkehr zum Glass-Steagall-("Trennbankengesetz") fordert. Diese Gesetzesvorlage hat mittlerweile 50 demokratische und republikanische Unterstützer.

Angekündigt wurde die ATF-Unterstützung bei der Delegiertenversammlung der New Yorker Lehrgewerkschaft UTF, an der Jessica Parker, Lehrerin und Aktivistin des LaRouche Political Action Committee teilnahm. Am Ende der Versammlung mit fast 700 Delegierten fragte UFT-Präsident Michael Mulgrew, ob "die Glass-Steagall-Lady" anwesend sei? Als Parker sich zu erkennen gab, erklärte Mulgrew unter dem Beifall der Anwesenden "Ich habe wirklich gute Neuigkeiten für Sie. Ihre Hartnäckigkeit hat sich endlich ausgezahlt. ...Die ATF hat Glass-Steagall unterstützt." Mulgrew übergab ihr den Brief, gratulierte Parker für diese "wirkliche Leistung" und sagte, er erwarte noch mehr in dieser Richtung. Parker und andere Lehrer, die mit LPAC zusammenarbeiten, hatten bei den verschiedensten Veranstaltungen in den letzten Monaten immer wieder interveniert und die Unterstützung für Kapturs Gesetzesvorlage verlangt.

Hier ist der Wortlaut des Briefes der ATF vom 9. November 2011

Sehr geehrte Frau Abgeordnete Kaptur,

Im Namen von 1,5 Millionen Mitgliedern der amerikanischen Lehrervereinigung schreibe ich Ihnen, um unsere Unterstützung für Ihr Gesetz H.R. 1489, „Return to Prudent Banking Act“ auszudrücken. Der Kongreß erließ das Glass-Steagall-Gesetz im Jahr 1933 als Antwort auf eine der Ursachen der großen Depression: Unkontrollierte Spekulation, die sich neben anderen Dingen darin äußerte, dass Banken kommerzielle und spekulative Aktivitäten verschmolzen hatten. Damals gab es einen starken Konsens, dass die Verschmelzung dieser Aktivitäten Banken dazu verleiteten, ein zu hohes Risiko mit Spareinlagen einzugehen. Der Kongress handelte, um die Macht der Geschäfts- und Investmentbanken zu trennen, um damit die Einlagen der Menschen zu schützen. Und das Glass-Steagall-Gesetz tat genau dies, bis es im Jahr 1999 aufgehoben wurde.

Infolge dieser Aufhebung trat eine weitverbreitete Konsolidierung von Banken und Investmenthäusern zu enormen Kreditinstituten auf. Die Finanzpraktiken waren ein Hauptgrund der gegenwärtigen verheerenden Rezession, die unser Land in den letzten drei Jahren geschwächt hat. Der Steuerzahler mußten in der Folge diese „too big to fail“-Geldinstitute retten. Der Schaden, den sie verursachten, trug in hohem Maße zum Verlust von 6,6 Millionen Arbeitsplätzen bei und führte dazu, dass Millionen Amerikaner ihre Häuser durch Zwangsvollstreckungen verloren; das wiederum führte zu einer bisher unerreichten Maß an Ungleichheit in den Einkommen.

Die Einführung von H.R.1489 in Kombination mit gleichzeitigen Anstrengungen für weitere Bankenregulierungen und Gesetze würde die notwendigen Grenzen zwischen Geschäfts- und Investmentbanken wiederherstellen. Das wichtigste ist, dass es helfen würde, unsere Wirtschaft zu stabilisieren, während weitere Sicherheitsklauseln gleichermaßen Investoren wie Steuerzahler schützen würden. H.R. 1489 repräsentiert die Art mutiger Maßnahmen, die genau jetzt gebraucht werden und verdient die sofortige Beratung im Kongreß.

Vielen Dank, daß Sie in dieser wichtigen Frage die Führung übernommen haben.
Mit freundlichen Grüssen,
Kristor W. Cowan, Director, Department of Legislation