China und Südkorea begrüssen Putins Stabilitätspolitik
15. Mai 2012 • 09:06 Uhr

Im Gegensatz zu den europäischen Medien, die sich zur Amtseinführung des neuen russischen Präsidenten Putin am 7. Mai vor allem über Korruption und Machtmissbrauch in Russland verbreiteten, erklärte die offizielle chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, China als „Nachbar und umfassender strategischer Partner Russlands“ habe ein großes Interesse daran, daß sich während der Putin-Präsidentschaft ein „stabiles, starkes und wohlhabendes Russland“ entwickelt.

Die beiden Länder, die der Schanghai Cooperation Organization angehören, seien bestrebt, „regionale Stabilität und Integration“ voranzubringen. Gemeinsam hätten China und Russland sich „effektiv in internationalen Fragen abgestimmt“, von den Bemühungen, die syrische Krise beizulegen bis hin zu Verhandlungen, um die „iranische Sackgasse“ zu beenden. Noch wichtiger sei, daß China und Russland „das gemeinsame Ziel einer multipolaren Welt“ teilten, in der „keine einzelne Macht der internationalen Gemeinschaft etwas diktieren kann.“ Gemeinsam habe man sich auch für die Reform des internationalen Finanzsystems eingesetzt.

Xinhua erklärte weiter, Putin habe der Welt gezeigt, dass er die „strategischen Beziehungen zwischen Russland und China“ schätzen gelernt habe. Er werde die existierende China-Politik des Kreml weiterführen, „um sicherzustellen, dass die strategische Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen beiden Seiten weitergeführt wird.“

Auch in Südkorea erwartet man zunehmende politische Stabilität und zunehmende Zusammenarbeit mit Putin. Die „Korea Times“ schrieb nach der Amtseinführung, Putins Rückkehr werde „wahrscheinlich helfen, die instabile Situation auf der koreanischen Halbinsel zu stabilisieren und Nordkoreas Provokationen Einhalt zu gebieten.“ Seit dem Jahr 2000 habe Russland verschiedene wirtschaftliche Projekte verfolgt, wie eine Gaspipeline für russisches Gas durch Nordkorea nach Südkorea und die Verbindung der transsibirischen Eisenbahn mit der nordkoreanischen Eisenbahn.“ Für dieses „ pragmatische Interesse“ setze Russland mit seinem Nachbarn China zusammen auf Stabilität auf der koreanischen Halbinsel.