„Griechen-Hilfe“ für internationale Banken
19. Mai 2012 • 11:28 Uhr

„Wir helfen den Griechen aus der Krise“, wurde stets als Begründung für einen Geldtransfer nach dem anderen in Richtung Athen heruntergebetet. Daß das nicht stimmte, war jedem halbwegs informierten Menschen sowieso klar. Hier nochmal eine Meldung für alle anderen:

Bei einer Konferenz der Deutschen Südosteuropa-Gesellschaft Ende 2011 enthüllte Jens Bastian, Mitarbeiter der offiziellen EU-Arbeitsgruppe zur Griechenlandkrise, daß von den 5,8 Milliarden Euro, die Griechenland beispielsweise im November von der Eurozone erhalten hatte, „vier Fünftel ausgegeben wurden zur Zahlung von Zinsen auf Altschulden sowie für diese selbst, und mehr als die Hälfte hiervon floß ins Ausland zurück. Die Tranche, welche die Steuerzahler der Geberländer zahlten, geht demnach an die Banken der Geberländer zurück.“

Die Zahlenangaben stammen aus einer Zusammenstellung von TF Market Advisors, einem amerikanischen Hedgefonds. Danach flossen 40% der Euro-Tranche an nicht-griechische Banken, weitere 18 Prozent an die EZB und das meiste von den 23%, die für griechischen Banken und Pensionsfonds bestimmt waren, flossen ebenfalls an die EZB zurück. Der griechischen Regierung blieben also allenfalls 19 Prozent zur Verfügung. Aber auch das kam nicht der griechischen Bevölkerung zugute, sondern wurde zum "Ausgleich" des Staatshaushalts verwandt.