China-Japan: Wirtschaftliche Zusammenarbeit statt Obamas Geopolitik
6. Juni 2012 • 18:00 Uhr

Kürzlich haben China und Japan begonnen, Geschäfte auf der Basis der nationalen Währungen Yüan-Yen abzuwickeln, statt den Dollar als Zwischenwährung zu nutzen. Jin Baisong von der chinesischen Akademie für internationalen Handel und wirtschaftliche Zusammenarbeit, beschrieb am 4. Juni in "China Daily" die vielfältigen Auswirkungen für den bilateralen Handel und die internationale finanzielle Zusammenarbeit beider Länder. Der Autor weist besonders darauf hin, daß Japan damit auf seine eigenen wirtschaftlichen Interessen achtet, obwohl es sich entgegen den chinesischen Interessen geopolitisch in letzter Zeit eng mit den USA verbunden habe. Die chinesisch-japanische Zusammenarbeit trage zur Stärkung des Weltfriedens und der Weltentwicklung bei.

Eine engere finanzielle Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern sei von besonderer Bedeutung für Japan, das eine immense Verschuldung und ein hohes Handelsbilanzdefizit hat. Japans Rolle als großes Handels- und Exportland sei erschüttert und die internationale Wettbewerbsfähigkeit im Niedergang. Japan sei an einem "kritischen Punkt" angelangt, an dem jede Nachlässigkeit zu einer vollen Krise führen könnte. Japan ist bereits tief von den Auswirkungen der Euro-Krise in Mitleidenschaft gezogen worden.

„ In diesem Zusammenhang ist Chinas Mut, eine finanzielle Zusammenarbeit mit Japan zu vollziehen, gleichbedeutend mit der Bereitstellung einer internationalen Kreditbürgschaft." China werde damit und dem Kauf zusätzlicher Staatsanleihen dazu beitragen, daß der japanische Markt wieder gestärkt wird. Japan habe zwar seine Beziehungen mit den USA verstärkt und den Philippinen, Vietnam, Indien und anderen Ländern in Zusammenhang mit Präsident Obamas Einkreisungspolitik gegen China Hilfe geleistet, aber es müsse "seine eigenen wirtschaftlichen Perspektiven beachten."

"Um es kurz zu machen, die internationale Gemeinschaft und die Weltwirtschaft sind in eine Epoche bedeutender Neuausrichtung eingetreten, mit der Veränderung von Bündnissen und erbitterter Konkurrenz zwischen den Großmächten. China und Japan können weiter zusammenarbeiten und positive Beiträge zu Weltfrieden und Entwicklung leisten."





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